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daselbst entwaffnet; die Offiziere erhielten die Erlaubniß, sich wie-der zu den Resten der Stößelschen Truppen zu begeben.
Der Major Stößel ließ in Tuntschendorf ruhen und füttern,bis ein östreichischer Offizier über die Grenze kam und den ge-retteten Mannschaften zu beweisen suchte, daß sie dennoch verlorenseien und nur ein Uebertritt nach Böhmen noch übrig bliebe. Ob-gleich der Major bald vermittelnd einschritt, so hatte jene Nach-richt doch bereits dergestalt gewirkt, daß eine Desertion einriß, vonder man bisher keine Ahnung hatte. Noch am Abend brach derMajor nach Rathen auf, wo er sich mit 5 Schwadronen unterdem Rittmeister Schilt vereinigte, welche sich, bei gleicher Veran-lassung, durch Desertion ziemlich aufgelöst hatten, und daher trotzdes hörbaren Feuers bei Königswalde unfähig geworden waren,zur Unterstützung der fechtenden Truppen einzuschreiten. DieSchwadron Salisch zählte nur noch 5, die des Lieutenants Za-wadzki noch 17 Mann. Bald daraus trafen noch die Schwa-dronen Ohlen und Liebcherr ein, welche den Marsch der Remon-te» nach Böhmen gedeckt hatten, und brachten die Nachricht mit,daß der Feind bereits Schwedclvorf besetzt und die Verbindungmit Glatz unterbrochen habe. Der Major Stößel schickte einengewandten Unteroffizier und 4 tüchtige Husaren mit dem Befehlab, einzeln zu versuchen, nach Glatz durchzukommen, jedenfallsNachricht über den Feind zurückzubringen. Es kam nicht einMann wieder; man hielt die gemachte Angabe daher für bestä-tigt. Ausgesandte Patrouillen meldeten, daß der Feind von Neu-rode rc. her sich in bedeutender Stärke nach Glatz und Gegendzöge. Endlich brachte der Lieutenant Zawadzki von der Komman-dantur zu Glatz die Nachricht, daß bei dem Mangel an Fourageund Raum in der Festung keine Kavallerie aufgenommen wer-den könne.
Am 16. wurde dem Major Stößel die Meldung, daß derFeind von allen Seiten zum Angriff vorrücke, und daß die eige-nen Leute truppweise nach dem Oestreichischen austräten. Daihm nun früher der Flügel - Adjutant Graf Götzen mitgetheilthatte, daß die königlichen Pferde in Böhmen alle für festgesetztePreise angekauft würden, so glaubte er, um wenigstens etwas zu