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Zweiter Theil. Vierter Band.
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zu entziehen. Der Fürst fügte sich diesem Ansuchen und sandteden Rittmeister Lüttwitz nach Prag, um für ihn Pässe nach Trop-pau auszuwirken. Auf die desfallsige Anfrage nach Wien wurdedas Gesuch des Fürsten abgelehnt und ihm der Aufenthalt inChrudim angewiesen. Der Rittmeister Lüttwitz ging mit der Mel-dung von den unglücklichen Ereignissen zum Könige nach Preu-ßen, sein Bruder, der Kreis-Direktor, nach der Grafschaft Glatz,um unter Autorisation des Fürsten von dort aus die Verwal-tungs-Angelegenheiten zu leiten.

Auf der Reise über Troppau fand der Rittmeister Lüttwitzin diesem Orte 3 — 400 preußische Soldaten, die sich zur Haupt-Armee begeben wollten, aber keine Pässe erhalten konnten, undnun mit Hunger und Elend kämpften. Bier ebenfalls anwesendepreußssche Offiziere verpflichteten sich, mit Zuziehung der Kriegs-räthe Kraker und Mente, sich auf die Stationen Troppau, Kra-kau, Lublin und Bpalistok zu vertheilen, und die anlangendenSoldaten mit Traktament zum Weiterkommen zu verpflegen. Sogelangte die Masse der Soldaten bis Lublin, fand indessen da-selbst nicht die versprochene Verpflegung, bis sie durch die Unter-stützung des anwesenden kranken russischen Staatsraths Strogo-now die Mittel erhielten, weiter zu gelangen. Der vom Königezurückkehrende Rittincister Lüttwitz fand bereits am Narew einigeder marschirendcn Soldaten, zuni Theil im größten Elend, ohneMäntel und Schuhe, aber dennoch entschlossen, auch das Letzteanzusetzen, um zu ihrem Könige zu gelangen. —

So waren die letzten Reste der mobilen preußischen Trup-pen gefangen, zersprengt, geblieben, und die Festungen ihrem ei-genen Schicksale überlassen, keine Einheit in der Leitung der An-gelegenheiten des noch frei gebliebenen Theiles von Schlesien vor-handen. Die Anwesenheit des General-Gouvernements in Schlesienhatte nur den Vortheil gebracht, daß die Armirungs-Arbeiten anden Festungen beschleunigt, die Garnisonen verstärkt wurden. Wirhaben erkannt, woran alle Versuche des Fürsten von Pleß, durchOffcnsivbewegungen eine Aenderung der Dinge herbeizuführen, ge-scheitert waren: an der mangelhaften und übereilten Organisationder Truppen, an der schlechten Gesinnung der unter ihnen vor-