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einen reitenden Boten durch die feindlichen Vorposten über Hei-dersdorf und Senkwitz nach Glatz durchzuschaffen. Heidersdorfwurde ohne Widerstand besetzt; die Kavallerie allarmirte das feind-liche Chevaurlegcrs-Regiment in Stephansdorf. — Nachdem derZweck erfüllt war, zog sich der Ausfall in bester Ordnung mit2 Gefangenen zurück, welche aussagten, daß auf dem linken Neiße-Ufer 1 Infanterie-Regiment, 3 Kavallerie-Regimenter und 1 Ba-taillon Jäger, — auf dem rechten Neiße-Ufer, 5 Regimenter In-fanterie nebst einigen Kommandos Kavallerie und Jäger ständen,daß von französischen Truppen nur 300 Mann Artilleristen undGenietruppen vorhanden seien, welche mit 100 bayerschen und denwürttembergischen reitenden Artilleristen gemeinschaftliche Dienste inden Batterien leisteten, aber noch durch Handlanger aus der In-fanterie unterstützt würden.
Der 17. und die Nacht zum 18. vergingen wie die vergan-genen Tage nnd Nächte, mit sparsamen Bombardement.
Am 18. Morgens 7 Uhr bombardirte der Feind nach 2tä-giger Ruhe wieder mit Heftigkeit aus allen Batterien, — mitAusschluß der vor der Kaninchen-Redoute — bis um 9 Uhr.Dann trat wieder völlige Ruhe ein. Um Mitternacht 2stündigesBombardement.
Am 19. geschah kein Schuß. Um auf der linken Neiße-Seitedie Ausfälle zu erschweren, arbeitete der Feind aufs Neue an denauf dem Plane angegebenen Schanzen. Die 24Pfänder des FortsPreußen und des Rieglitzer Bastions vertrieben die Arbeiter bis-weilen.
In der Nacht zum 20. placirte der Feind hinter dem Gast-hof i» der Mähren-Gasse in einer Vertiefung 4 Haubitzen, undbewarf mit diesen und mit den Batterien des rechten Flügels derIsten Parallele, die Stadt, wodurch der Thurm der Kreuzkirchein Brand gesetzt, aber wieder gelöscht wurde.
Am 20. M a i wurde nur Nachmittags vom rechten Flügelder Isten Parallele und spät Abends langsam nach der Stadtgeworfen Der Feind hatte Verstärkungen erhalten, und benutztedieselben, um auch den Theil der Festung an der untern Neißedurch mehrere Kräfte einzuschließen.