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Der 21. verging gleichmäßig. In der Nacht zum 22. un-ternahm die Besatzung zwei Ausfälle.
Der eine Ausfall unter dem Hauptmann Aulock mit 120Mann vom Regiment vac. Pelchrzim, hatte nicht nur die Absichtdie feindlichen Jäger hinter den Aufwürfen bei der fürstlichen Zie-gelei zu überfallen, sondern auch den rechten Flügel der Isten Pa-rallele zu umgehen, den Feind in derselben überraschend anzugrei-fen, und die Geschütze auf den Batterien zu vernageln. — DerHauptmann ging bei der Schleuse unweit des WegeS nach Nie-der-Neuland über den Vergraben; von hier wandte er sich mit1 Offizier und 60 Mann links, nahm die Flesche auf dem Wegenach der „Finstern Gasse" mit dem Bajonett, machte 1 Unteroffi-zier und 20 Mann gefangen, von denen indessen in der Dunkel-heit wieder 14 Mann entsprangen. Der Rest des Ausfalls mit12 Arbeitern zog sich rechts gegen die Iste Parallele. Ein Kar-tätschschuß streckte indessen den Führer, den Lieutenant Ustarbowski,mit mehrerer Mannschaft nieder, das Kommando gcrieth in Ver-wirrung, zog sich zurück, nahm aber auf dem Rückwege noch3 Gefangene aus den Löchern vor der Parallele mit. Der Ver-lust des ganzen Ausfalls betrug 16 Todte und einige Vermißte.
Der andere gleichzeitige Ausfall aus der Grottkauer Barrierehatte die Absicht, den Feind von dem ersten Ausfall abzuziehenund ihn zu verhindern, demselben in den Rücken zu kommen. Erwurde von 80 Schützen des Regiments Müffling durch die Mäh-ren-Gasse unternommen, während 200 Pferde zur Deckung der lin-ken Flanke gegen die feindliche Kavallerie in Stephansdorf, einRepli von 50 Mann Infanterie beim Vorwerk Gräberei, ein an-deres von 40 Mann auf dem Wege von der Mähren-Gasse nachGroß-Ncuendorf aufgestellt wurden.
Der Angriff der Schützen ging glücklich von statten; einfeindliches Piket wurde geworfen, doch hierdurch verführt, gingendie Schützen über den St. Rochusberg vor, wo der Feind durchein leichtes Infanterie-Bataillon verstärkt wurde, und die Schützenmit einem Verluste von 5 Todten und 29 Verwundeten und Ge-fangenen zurückwarf; der Lieutenant Kuszinski fiel tödtlich ver-wundet in die Gefangenschaft. Von der Kavallerie wurden bei