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Zweiter Theil. Vierter Band.
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ständig armirt, so daß ein großer Theil zurückbleiben mußte, daman sich zu streng an den gegebenen Befehl hielt, und nicht, stattihrer, die Kompagnie Reichmeister zum Ausrücken bestimmte. DerMarsch wurde auf diese Weise erst um 2 Uhr in der Nacht zum11. Mai angetreten, und zwar nur mit 1130 Mann Infanterie,230 Pferden und 2 — 3Pfündern, mit Bauerpferden bespannt undvon dem Hauptm. Hahn geführt, der es nicht verschmäht hatte,das Kommando über 2 Geschütze zu übernehmen. Als man nunden Fuß der kleinen Strohhaube erreichte, bemerkte man erst, daßdie Kompagnie Rcichmeister die Wachen zu spät abgelöst hatte;erst mit Tages-Anbruch konnte der Marsch fortgesetzt werden.Die Kompagnie Blacha war noch zum Theil mit Spießen be-waffnet und unmontirt mitgezogen.

Die ohnehin schmalen und steinigen Gebirgswege waren durchdas fortgesetzte Regenwetter beinahe unpassirbar geworden, so daßdas Korps erst Nachmittags 2 Uhr in Wüste-Giersdorf (3 Ml.)eintraf, und es räthlich schien, wegen Erschöpfung der Mann-schaften, daselbst die Nacht zu verbleiben. Die Truppen wurdenin enge Kantonirungen gelegt, und um 8 Uhr Abends in Al-larmhäuser zusammengezogen.

Als das Korps am 12. mit Tages-Anbruch abmarschirenwollte, traf die Nachricht ein, daß eine feindliche Abtheilung dieNacht in Wüste-Waltersdorf zugebracht habe. Eine abgesandtePatrouille bestätigte dies, und gab die Stärke des Feindes auf500 Mann an. Es war ein Kommando Bayern von 2 Kom-pagnien des 1. und 10. Infanterie-Regiments, und 50 Drago-nern und Chevaurlegers unter dem Major Schmitt, welches derGeneral Lefebvre abgesandt haben soll, um den Lieutenant Blacha,der vor einigen Tagen mit einem Kommando zur Verbindungmit dem Detaschement des Lieutenants Gayl in Wüste-Walters-dorf gestanden hatte, aufzuheben. ‘) Der Major Losthin hatte

1) Nach französischen Angaben hat Jerome dem Major Schmitt eineRekognoszirung nach Reichcnbach aufgetragen, weil er davon überzeugt ge-wesen, daß der Graf Götzen in diesen Tagen etwas in dieser Richtung un-ternehmen werde. Hiernach wäre der Major erst am 12. Mai von Fran-kenstein aufgebrochen, was offenbar falsch ist.