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Anfangs die Absicht, das feindliche Kommando anzugreifen, zoges aber vor, ohne Weiteres abzumarschiren. Um Mittag des 12.traf man in Freyburg (3Z Ml.) ein, und ließ die Truppen hin-ter der Polsnitz abkochen und füttern. Der Feind war auf denFuß gefolgt; seine Posten waren jenseits Freyburg deutlich wahr-zunehmen. Um 8 Uhr Abends wurde wiederum aufgebrochen,die ganze Nacht marschirt und dennoch erst mit Tages-Anbruchdes 13. die Gegend von Konradswalde (2^ Ml.) erreicht.
Der Feind hatte sich durch die Direktion des Marsches, sowie durch einige entfallene Aeußerungen frühzeitig überzeugt, daßdie preußische Unternehmung nicht nach dem Gebirge, sondernnach Breslau gerichtet sei. Sowohl der Kommandant von Bres-lau als der General Lefebvre wurden auf das Schleunigste benach-richtigt, daß eine preußische Kolonne in der Stärke von 2000 M.Infanterie, 400 Reitern und 6 Geschützen aus Glatz über Neu-rode jc. im Marsch auf Breslau sei. Der Graf Götzen hattezwar, um die Aufmerksamkeit des Feindes abzulenken, dessen Auf-stellung bei Frankenstein durch den Rittmeister Bieberstein vonSilberberg her allarmiren lassen, doch hinderte dies den GeneralLefebvre nicht, am 12. mit 5 Kompagn. des 1. Regiments unterdem Obersten Waldkirch, 1 Komp. des sächsischen Infanterie-Re-giments Niesemeuschel, 1 Schwadr. Chcvaurlcgers l ) und 2 Ka-nonen nach Leutmannsdorf aufzubrechen, und sich am 13. mitdem Major Schmitt bei Freyburg zu vereinigen, um den Preu-ßen in der Richtung auf Breslau zu folgen.
Das Korps des Majors Losthin war durch die beiden Nacht-märsche in den schlechten Wegen sehr entkräftet/ so daß man sichgenöthigt sah, bis gegen 9 flhr Morgens bei Konradswalde zuruhen, und dann den Marsch auf Kanth (3 Ml.) fortzusetzen,wo man nur mit Anstrengung um 3 Uhr Nachmittags eintraf.
Auf dem Marsch kam dem Korps ein Kundschafter aus Bres-lau entgegen, welcher aussagte, daß man daselbst nichts von derAnnäherung preußischer Truppen ahne, und es nicht schwierig
1) Nach den feindlichen Berichten tritt im Gefecht bei Kanth auch! Schwadr. Dragoner auf.
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