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Zweiter Theil. Vierter Band.
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sein dürfte, sich des Ortes zu bemächtigen. Es wurde sogleich einzweiter Kundschafter nach der Straße von Breslau nach Schweid-nitz gesandt, um die Bewegungen des Feindes auf derselben zubeobachten.

Gegen Abend traf ein schlesischer Graf') aus Breslau beimMajor Losthin ein, welcher, der Aussage des Kundschafters ganzentgegen, angab, daß in Breslau 2 — 3000 Mann feindlicherTruppen ständen, und die Wegnahme der Stadt keinesweges leichtschiene. Er riech daher dem Major Losthin, nicht wie er sichvorgenommen, um 2 Uhr in der Nacht von Kanth aufzubrechen,sondern 2 Stunden später, um die feindlichen Truppen, die ge-wöhnlich bis Mittag zu ererbteren pflegten, bei einem spätern Ein-treffen in ihren Quartieren zu überraschen. Der Major Losthinbefolgte diesen Rath, die Truppen wurden in sehr enge Quartieregelegt und Kanth, das noch wohl erhaltene Mauern hatte,besetzt.

Unter Anleitung des gedachten Grafen entwarf der Lieute-nant Trabenfeld folgende Disposition zum Angriff von Breslau:

„Bei Gr. Mochber angekommen, treten die Avant- und Ar-riergarde ein, und das Ganze bildet 3 Kolonnen.

Die Hauptkolonne unter dem Major Losthin — die Kom-pagnien Rekowski und Frankenberg, mit den Schützen an derTete, die beiden Kanonen, die Kompagnie Frcpburg und dieSchwadron Stößel — dringt zum Nikolai-Thore ein, bemächtigtsich des Artillerie-Schuppens, detaschirt die Kompagnie Rekowski,\ Komp. Frankenbcrg, è Schwadr. Stößel und 1 Kanone durchdie Reuß'sche Straße zur Wohnung des Kommandanten. DerRest der Kolonne folgt der Nikolai-Gasse, vereinigt sich auf demgroßen Ringe mit dem Hauptmann Rekowski und bemächtigt sichder Hauptmacht.

Die 2. Kolonne unter dem Major Stößel — die Kom-pagnien Stengel und Jngenheim und die Ulanen — greift dasSchweidnitzer-Thor an, befreit daselbst die preußischen Kriegsge-

1) Der Name ist unbekannt geblieben.