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mundeten betrug der Verlust 4 Offiziere, 220 Mann. Erobertwurde eine bayersche Fahne, mit welcher der Fahnenjunker imSchweivnitzer Wasser ertrank, 2 —sipfündige Kanonen, 1 Muni-tionswage^ und gegen 600 Gewehre. —
Der kurze Aufenthalt in Kanth nach dem Gefecht wurde be-nutzt, um von den gefangenen Offizieren Reverse ausstellen zulassen, in welchen sie sich auf ihr Ehrenwort verbindlich machten,in diesem Kriege nicht gegen Preußen zu dienen; ferner um Pferdezum Fortbringen der eroberten Geschütze, und Wagen zum Trans-port der Gewehre und Verwundeten zusammenzubringen.
Als man um Mittag den Marsch von Kanth auf der Strie-gauer- Straße antrat, traf auch die Avantgarde der BreslauerGarnison ein. — Jerome hatte von Frankenstcin aus dem franzö-sischen Militär-Gouverneur von Schlesien, dem General Dumup,befohlen, wo möglich die am Tage zuvor nach Thorn abmar-schieren 400 remontirten Kavalleristen zurückzurufen, jedenfallsaber mit den in Breslau noch befindlichen 800 unbcrittenen Rei-tern sofort gegen Kanth aufzubrechen. Es waren 150 unberit-tene Husaren, mit denen der General Dumuy, als seiner Avant-garde, eingetroffen war. Alsbald entspann sich ein Arriergardcn-gesecht, das bis zu dem Defilee der Hintcrmühle u^ern Polsnitzfortgeführt wurde, wo eö gelang, die Brücke über d^,s StriegaucrWasser unter dem Schutz des Feuers der Schützen abzubrechen.Der Feind zog sich nach Breslau zurück.
Da der Major Losthin überzeugt war, daß der General Le-febvre nicht füglich sogleich so viele Truppen zusammenziehen könne,um den ansehnlichen Verlust zu ersetzen und dem Rückmarsch desKorps auf Silberberg Hindernisse in den Weg zu legen, so be-schloß er, den Weg dahin über Freyburg wiederum einzuschlagen.Auf dem Marsch ging die Nachricht ein, daß 400 polnische Ula-nen, von der polnischen Legion aus Italien, in Stricgau einge-rückt wären und dort übernächtigen würden. Der Major Losthinbeschloß, sich aus Striegau zu wenden, die Ulanen in der Nachtzu überfallen und aufzuheben. In der Nacht um 2 Uhr langtedas Korps vor Striegau an; der Feind war 2 Stunden frühernach Schwcidnitz aufgebrochen. Die Stadt wurde besetzt, die