Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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Mannschaften einquartiert, um von den Anstrengungen des Tageszu ruhen. Der Lieutenant Jngenhcim hatte es übernommen, mit5 Mann direkt nach Silberberg vorauszugehen, um zu bewirken,daß dem zurückkehrenden Korps eine Abtheilung zur ^Aufnahmeentgegengeschickt würde.

Da der Feind durch die Vereinigung mit den Polen an Ka-vallerie sehr überlegen geworden war, schien es rathsam, zu eilen,um das Gebirge zu erreichen. Am 15. um 7 Uhr Morgenswurde aufgebrochen und nach Hohen-Friedberg marschirt, wo dieBürgerschaft dem Korps freiwillig ein Frühstück bereitet hatte, dasauch angenommen wurde, da die Kavallerie-Patrouillen nirgendsetwas vom Feinde entdeckt hatten, dagegen die Meldung brachten,daß auch in und bei Schweivnitz keine feindliche Bewegung zubemerken sei.

In Hohen-Friedberg wurden die sächsischen Gefangenen inihre Heimath mit dem Bemerken entlassen, daß man davon durch-drungen sei, daß die Sachsen nur mit Widerwillen und gezwun-gen gegen Preußen dienten, und daher nie als Feinde behandeltwerden sollten; man rieth ihnen, Truppweisenach Sachsen zurück-zukehren, um nicht als Deserteurs behandelt zu werden.

Der Marsch wurde auf Adelsbach angetreten, aber in denengen und strinigen Wegen mit den eroberten Geschützen, denWagen mit Verwundeten und Gewehren um so langsamer fort-gesetzt, als die Vorspannpferde nicht hatten vollständig gewechseltwerden können, und der Tag sehr heiß geworden war.

Als die Tete der Kolonne Adelsbach passirt hatte, wurdevon der Avantgarde gemeldet, daß sich aus der Richtung vonSchweidnitz, von Fürstenstcin und Sorgau her, feindliche Kaval-lerie zeige. Der Marsch wurde nach Kräften beschleunigt, umdie vorliegende Höhe zwischen Adelsbach und Salzbrunn zu über-schreiten, was indessen für Geschütz und Fuhrwerk in dem steilen,tief eingeschnittenen Weg seine großen Schwierigkeiten hatte, unddie Kräfte der Vorspannpferde vollends erschöpfte. Die Eskorteder bayerschen Gefangenen und einige Wagen mit Gewehren undder bayerschen Fahne, welche bereits den Hohlweg hinter sich hat-ten, mußten längs eines weiter rechts gelegenen Grundes den