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Zweiter Theil. Vierter Band.
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dern incl. des neu formirten Grenadierbataillons, sogar 2800 M.auf die Vertheidigung des verschanzten Lagers verwenden zu kön-nen, und war überzeugt, daß dann der Feind dasselbe nur durcheinen regelmäßigen Angriff würde nehmen können, sobald mannur die Zeit erübrigte die Schanzen zu vollenden.

Das oben erwähnte Grenadierbataillon war am 10. Juniendlich wirklich formirt, und dem Kommando des ausgewechseltenMajors Losthin übergeben worden. Es bestand aus ranzionirtenGrenadieren, Abgaben der andern Bataillone, Bayreuthern undfreiwilligen schlesischcn Gebirgs-Rekrutcn, und aus den besten Offi-zieren der Garnison; braune Aufschläge und Unterkleider, undschwarzes Lederzeug, gaben ihm ein eigenthümliches Ansehen.

Ebenfalls am 10. Juni begann der Lieutenant Vigny mitAbsteckung der Verschanzungcn, und wurden durch den Landrathdie erforderlichen Arbeiter aus der Stadt und vom Lande aus-geschrieben. Am 11. nahm der Graf Götzen die Absteckungen inAugenschein, und wurde bei dieser Gelegenheit verabredet, daß alleSchanzen durch einen Graben mit einander verbunden, und hin-ter den Graben eine doppelte Reihe Eggen gelegt werden sollte,um der feindlichen Kavallerie das Hinübersetzen unmöglich zumachen.

Am 12. Juni wurde der Anfang mit dem Schanzenbau ge-macht, doch waren bei weitem nicht alle reguirirten Arbeiter ein-gekommen; das eingefallene Regenwetter erschwerte die Arbeitenin dem lettigen Boden, und bei dem Felsgrund mußte alle Erdeauf die Kuppen der Höhen hinaufgetragen werden.

Man kann mit Recht fragen, warum der Graf Götzen nichtfrüher zur Anlage des verschanzten Lagers geschritten sei, so daßer hätte mit Sicherheit darauf rechnen können, nicht in der Voll-endung desselben gestört zu werden. Der Graf entschuldigte sichindessen, daß er noch immer die Hoffnung genährt habe, etwas zurErhaltung von Neiße unternehmen zu können, wo dann die Ver-theidigung der Stadtbefestigung aufgegeben werden mußte, unddie Schanzen, abgesehen von dem Schaden, welchen der Bau der-selben in den Kornfeldern veranlaßte, mehr zum Nachtheil alsVortheil gereicht haben würden, daß ferner die Ingenieurs die