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ganze Arbeit in 10 Tagen zu vollenden versprochen hätten, biszu welchem Termin vom 12. Juni ab, er jeden Falls die völligeEinschließung noch zu verzögern gehofft hätte.
Man rieth dem Grafen Götzen, statt die disponiblen leichtenTruppen in ein verschanztes Lager vor Glatz zu werfen, sich fürseine Person mit denselben nach Silbcrberg zu begeben, theils weildie Gesundheit des Grafen so gelitten hatte, daß er nur wenigaußer dem Bette zubringen konnte, und eine Vertheidigung vonGlatz außerhalb der Festungswerke, wie man sie beabsichtigte, einegroße körperliche Thätigkeit verlangte; theils weil das auf 3 Mo-nate verproviantirte, mit überflüssiger Munition und Geschütz ver-sehene Silberbcrg, auf jeden Fall länger zu halten war als Glatz;theils weil man aus der vorthcilhasten Position unter den Ka-nonen von Silbcrberg, mit einer beträchtlichen Anzahl Truppenim Stande war, die Belagerung von Glatz sehr zu erschweren,und jeden Falls den Feind zu zwingen, einen großen Theil seinerKräfte gegen Silberberg aufzustellen. Der Graf erkannte die Rich-tigkeit dieser Gründe wohl an, glaubte ihnen aber nicht Folge ge-ben zu dürfen. Er war überzeugt, daß in dem Augenblick, wo erGlatz verließe, der Muth der Truppen, der schon durch die vielenUnglücksfälle, durch die laut gewordene Aeußerung, daß sich Glatzwegen Mangels an Munition nicht lange würde halten können,sehr niedergedrückt war, gänzlich sinken würde. Die Nachricht vondem Fall von Danzig, die Verzweifelung an jeder Hülfe von derHaupt-Armee, der stete Kampf gegen Uebermacht, der täglich mehrabnehmende Wirkungskreis der mobilen Truppen, dies Alles hattenach und nach in der That die so lange aufrecht erhaltenen Hoff-nungen schwinden, die Desertionen auch in Glatz einreißen ge-macht; die offene Stadt, die hohen Kornfelder begünstigten sieungemcin, und der Abgang des Grafen nach Silberbcrg drohteallerdings, eine Auflösung der Besatzung bei dem offen ausge-sprochenen Haß gegen den Kommandanten und den OberstenAlbert herbeizuführen.
Am 14. wurde ein Theil der leichten Truppen und dasGrenadierbataillon in ein Zelt- und Hüttcnlager hinter den zuverschanzenden Höhen aufgestellt, um die Schanzarbeiter zu decken