Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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verwundet und gefangen genommen wurde, die Kompagnie aberohne allen weitern Verlust entkam.

Ein Theil der feindlichen Kavallerie, wahrscheinlich dieselbe,welche den Grafen Schönaich gefangen nahm, hatte sich in denRücken der Schanze Nr. 6. gezogen, hier versucht die Barrierezu sprengen, und die Besatzung mit Karabiner und Pistolen be-schossen.

, Der Lieutenant Berswordt war indessen auf Alles gefaßt;er hatte gleich bei entstehendem Allarm die Posten eingezogen, unddie Besatzung in der Schanze versammelt. Beim Erscheinen derKavallerie ließ er die Geschütze umdrehen und mit Kartätschenfeuern, während ein Theil der Besatzung an die Barriere trat,und auch ihrerseits durch Gewehrfeuer den Feind in die Fluchtjagte, worauf die braven Bayreuther und das in der Schanzebefindliche Kommando Grenadiere, dem Könige ein Lebehoch!brachten.

Zu derselben Zeit wurde die Reserve-Schanze Nr. 10. durchmehrere feindliche Bataillone, rechts durch die Bayern, links durchdie Württemberger und Sachsen angegriffen. Die schwache Be-satzung der Kompagnie Reichmeister war kaum hinreichend, dienoch offene rechte Flanke der Schanze zu vertheidigen. Es ge-schah dies indessen mit großer Tapferkeit, und die Artillerie, un-ter dem geretteten Lieutenant Rozynski, fügte durch ihr Kartätsch-feuer dem Feinde bedeutenden Schaden zu. Allein dieser erstiegendlich die andere Seite der Brustwehr, und griff die Vertheidigerim Rücken an. Nun drängte Alles zur Schanze hinaus, undriß den Major Puttlitz, der sich in derselben aufhielt, mit fort;es gelang ihm zwar, einen Theil der Besatzung zu sammeln, dochnoch war er nicht weit dann. gekommen, als er von der feind-lichen Kavallerie, die er anfänglich für preußische hielt, umzingelt,die Mannschaft niedergeritten, er selbst schwer verwundet, und ge-gen die zügellose Wuth des Feindes nur dadurch gerettet wurde,daß sich sein treuer Bediente, Sachek, auf ihn warf, und so langedie feindlichen Hiebe und Stöße auffing, bis ein feindlicher Offi-

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