t
420
zier dem Gemetzel Einhalt that '). Die Kompagnie Reichmeisterhatte nur einen Verlust von 33 Mann.
Es erfolgte nunmehr auch der Angriff auf die Mitte desverschanzten Lagers. Die Schanze Nr. 4. des Hauptmanns Frep-burg feuerte alsbald mit Kartätschen, als die vorgeschobenen Po-sten auf eine anrückende feindliche Kolonne Feuer gegeben, undsich zurückgezogen hatten. Der Feind theilte seine Kräfte, griffdie zu ihrer Ausdehnung verhältnißmäßig nur schwach besetzteSchanze mit entsetzlichem Geschrei gleichzeitig in der Front undin der Kehle an, und sprengte schnell die Barriere, so daß einTheil der Besatzung kaum die Zeit hatte, Kehrt zu machen, umden eindringenden Feind zu empfangen. Es kam zu einem wü-thenden Handgemenge, aus welchem endlich gegen die Ueberlegen-heit des Feindes sich über die Brustwehr rechts und links zu ret-ten suchte, was sich noch retten konnte, so daß die Besatzung mitdem Verlust von 45 Mann glücklich entkam.
Die Schanze Nr. 3. des Lieutenants Clausewitz wurde, alsdas Gefecht in Nr. 4. bereits im Gange war, ebenfalls, abernur in der Kehle, angegriffen. Die nach Abzug der Posten etwa100 Mann starke Besatzung machte zwar sogleich Kehrt, konnteaber gegen die Uebermacht nach dem Sprengen der Barriere umso weniger Widerstand leisten, als die Gewehre nicht losgingen,und die Kompagnie Clausewitz eine große Anzahl ganz unaus-ererzierter Rekruten faßte. Was sich daher über die Brustwehrretten konnte, sprang in den Graben, und entging so die Be-satzung bis auf 1 Offizier und 24 Mann der Gefangenschaft.
Die Schanzen Nr. 6. und 5. waren während dessen besetztgeblieben. Im Rücken der erstern Schanze erschien zum zweiten-male Kavallerie, die indessen in gleicher Weise von der Besatzungabgefertigt wurde, wie das Erstemal; doch während man noch inder Kehle beschäftigt war, erstieg die feindliche Infanterie die Brust-wehr, sprang in die Schanze und öffnete die Barriere, durch
l ) Der ic. Sache! hatte mehrere schwere Wunde», wurde aber wiederhergestellt, und vom Könige für seine Treue durch die Verdienst-Medaillebelohnt.