Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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8—24pfündige metallene Kanonen,

4 — 20 - eiserne -

40-12 -

6 — 6 - - -

6 — 10 - eiserne Haubitzen,

3 — 25 - - Mörser,

5 —50 - - -

außer 4 — 3pfündigen Kanonen der 3. Musketierbataillone. Einfür die Festung bestimmter Geschüßtransport war in Stettin indie Hände des Feindes gefallen. Die Laffetirung war höchst man-gelhaft und ein einziger Stellmacher zu deren Instandsetzung undzur Anfertigung neuer Laffeten vorhanden. Die Munition warunzureichend. — An die Verproviantirung der Festung war garnicht gedacht worden. — Die Besatzung bestand aus den 3. Mus-ketierbataillonen der Infanterie-Regimenter Owstien und vac.Borcke, in sehr geringer Stärke, da man die Beurlaubten nichteinberufen hatte, und auch die wenige vorhandene Mannschaftenthielt, nachdem die Regimenter beim Abmarsch die besten Leutezur Kompletirung herausgezogen hatten, fast durchweg unzuver-lässige Leute, die nur auf die Gelegenheit zum davonlaufen war-teten. Ferner befand sich in Kolberg eine 86 Mann starke Gar-nison-Artillerie-Kompagnie, worunter viele alte, schwächliche Leuteund deren Zahl nur gerade ausreichte, um jedes Geschütz miteinem Mann ju besetzen. Die beiden ebenfalls anwesenden Jn-validen-Kompagnien waren durchaus unbrauchbar. Von den bei-den nach Kolberg gewiesenen Depots der Kürassier-RegimenterBailliodz und Reitzenstein, marschirte das letztere sehr bald nachDanzig. — Sollte die Festung mithin überhaupt vertheidigt wer-den können, so mußte, wenn der Feind die Zeit dazu ließ, zuNeu-Formationen geschritten werden, aber dazu fehlte es im Zeug-hause an Waffen; es fehlte an Bekleidungsgegenständen und anBekleidungsmaterial. —

Kommandant von Kolberg war der 65 jährige Oberst Luca-dou, ein ehrenwertster Osfizierz voll des besten Willens, aus alt-preußischer Schule mit deren Vorzügen und Mängeln, der auchdann, wenn er nicht wider Erwarten das Glück gehabt hätte, die