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Zweiter Theil. Vierter Band.
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mitzuwirken. Das, was von der Kommandantur allein ausgehenmußte, um alle Vortheile auszubeuten, welche die eigenthümlichenVerhältnisse des Landes zwischen der unteren Oder und Weichselzu erreichen gestatteten, war nun in verschiedene Hände gelegt, wo-durch sich nothwendig bei den strengen Begriffen des Komman-danten von militärischem Gehorsam gegenüber dem Chef einesFreikorps, ein unrichtiges Verhältniß erzeugen mußte.

Schill empfing die königliche Autorisation am 22. Januarin Greiffenberg, wo auch zur Zeit der Lieutenant Petersdorf miteinem Kommando Grenadiere von Kolberg eingetroffen war. Diegünstigste.Zeit zur Organisation war freilich ziemlich vorüber, dabereits zahlreiche Verstärkungen aus dem Innern Frankreichs zuden Truppen an der Pecne im Marsch waren, da ferner Napo-leon am 23. Januar, nach Eingang der Nachricht von der Gc-fangennehmung des Generals Victor, dem Marschall Lefebvre denBefehl ertheilt hatte, den General Menard, Kommandanten vonKüftrin, nach Stettin zu senden, um an Stelle jenes Generalsmit den Badenern, der Nord-Legion und einer Kavallerie-Brigadevor Kolberg zu rücken. Wenn nun auch dieser Befehl wiederumnicht in Ausführung kam, der General Menard nach Neu-Stet-tin dirigirt wurde, um zur Disposition des Marschalls Lefebvrefür die Belagerung von Danzig bereit zu sein, so wurde dagegenam 28. Januar befohlen, daß der Gouverneur der Marken, Ge-neral Clarke, die Garde-Füsiliere, 2 italienische Infanterie-Regi-menter, das 15. Chasseur-Ncgiment und 12 Geschütze, sobald sievon Berlin in Stettin angekommen sein würden, sofort auf Kol-berg dirigiren solle, um die Festung einzuschließen. Die Italienersollten vor dem Platze bleiben, die übrigen Truppen nach erfolg-ter Einschließung auf Marienwerder abrücken.

Zahllose Schwierigkeiten stellten sich aber auch außerdem demVorhaben Schill's entgegen, so daß nur eiserne Beharrlichkeit undgroße Thätigkeit zum Ziele gelangen konnten. An beiden fehltees Schill nicht, und der Lieutenant Petersdorf unterstützte ihn auf'sKräftigste. Nur an Menschen mangelte es nicht. Von allen Sei-ten strömten Ranzionirte, durch den Ruf Schill's angezogen, her-bei; aber um diese Leute zu bewaffnen, zu bekleiden, dazu gingen