Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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allmälig, nach dem was bereits für die Garnison Kolberg ge-schehen war, die Mittel aus. Schilt that alles Mögliche um hierabzuhelfen. Die kleinen Streifereien nach allen Richtungen wur-den fortgesetzt, um noch an Armatur- und Montirungsstücken undDicnstpferden zusammenzubringen, was irgendwo zurückgelassenwar. Auch zum Kauf von Gewehren und Waffen aller Artwurde geschritten, so weit dies die Geldmittel gestatteten, und am4. Februar wurde ein Aufruf an alle Behörden, Gutsbesitzer undSchulzen der Provinz erlassen, zur Förderung der gemeinschaftli-chen Sache die zu errichtenden Freitruppen mit allen irgend nurvorhandenen Waffen zu unterstützen. Dieser Aufruf hatte mög-lichen Erfolg. Es wurde eine Menge Waffen aller Art freiwil-lig zusammengebracht oder von Förstern, Jägern und in denStädten angekauft, indessen die Beschaffenheit derselben war durch-aus mangelhaft und für den Kriegsgebrauch wenig geeignet. DieMehrzahl der Fcuergewehre bestand aus Vogelflinten zum Schie-ßen mit Schroot bestimmt, und fast jede einzelne derselben be-durfte einer eigenen Kugelform. Die Schmiede und Schlosser inGreiffenberg und den umliegenden Städtchen mußten, so weit esthunlich, diese Waffen in kriegsbrauchbaren Stand setzen, Bajo-nette, eiserne Lavestöcke rc. arbeiten, aber auch Picken schmieden,da der Borrath an Feuergewehren den Bedarf bei weitem nichtdeckte.

Schill bewarb sich indessen auch um auswärtige Unterstützung.Mit einem Beglaubigungsschreiben der Kommandantur sandte erden Lieutenant Marwitz vom Infanterie-Regiment vac. PrinzHeinrich an den General Essen nach Stralsund mit der Bitteum Beihülfe von Waffen. Der Empfang war freundlich, da dieBildung eines preußischen Korps in Pommern den Schwedenuur willkommen sein konnte, und der Erfolg war die Bewilligungvon 2000 Gewehren durch den König von Schweden, die am1. März in Kolberg eintrafen, also bereits zu spät für die ersteOrganisation der Schill'schen Truppen. Der Lieutenant Kahldenvom Infanterie-Regiment vac. Borcke, der etwas später von Sei-ten der Kommandantur nach Stralsund geschickt wurde, hatte dasGlück 6 eiserne ILPfünder bewilligt zu erhalten.