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Ueberganges beim Kolberger-Deep versichern, wo eine Furth vor-handen, die dem Feinde noch immer unbekannt geblieben war, undzugleich die Stärke und Haltung des Feindes rckognosziren. Eswurden hierzu das ganze Schill'sche Korps und 2 Kompagniender Besatzung bestimmt.
Am 12. April ging somit der Lieutenant Gruben mit1ä Kompagnien, 20 Jägern, der Schwadron Elderhorst unter demLieutenant Wedel, und 2 — 3 pfündigen Kanonen längs den Dü-nen gegen das Kolberger-Deep vor. Ein Vortrupp von 40 In-fanteristen und einiger Kavallerie trieb die feindlichen Vorpostenbis in die Schanze zurück, welche beim Deep gearbeitet wordenwar. Daselbst kam das Gefecht zum Stehen und wurde lebhaft.Der Feind zog nach Verlauf von einer halben Stunde von Sell-now über Alt-Werder bedeutende Verstärkungen heran und machteMiene über Neu-Werdcr den Lieutenant Gruben anzugreifen, dersich an dem Wege, der von diesem Dorfe nach dem Deep führt,hart am Strande aufgestellt hatte. Der Rittmeister Schill schicktedem Hauptmann Waldenfcls von dieser Bewegung Meldung,doch als er nicht sofort Antwort erhielt, ging er mit der ganzennoch disponiblen Infanterie und den Jägern aus der Maykuhlein der Richtung auf Neu-Werder zum Angriff vor. Der Feindverstärkte die Besatzung der Schanze Nr. 5. und zog seine In-fanterie hinter der Schanze Nr. 7. bei Neu-Werder zusammen.Der Angriff wurde fortgesetzt, das Bruch überschritten, währendder Lieutenant Gruben, nach Zurücklassung seiner beiden Ge-schütze, die er nicht mitführen konnte, ebenfalls das Bruch über-schritt und gegen die linke Flanke des Feindes vorging. Dieganze Schill'sche Infanterie focht in zerstreuter Ordnung und fügtedem geschlossen fechtenden Feinde Verluste bei, während das Kar-tätschfeuer aus der Schanze gar keine Wirkung hatte. Das Ge-fecht hatte ohne Entscheidung etwa 2 Stunden gedauert, alsSchill seiner in Soutien befindlichen Kavallerie den Befehl er-theilte, ebenfalls über das Bruch dem Feinde in den Rücken zugehen. In dieser Zeit besetzten 2 Grenadier-Kompagnien dasTerrain südlich des Gradirwerkes und der Volontair Kayser er-hielt den Befehl, mit seinem Detaschement aus dem Maschinen-