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Zweiter Theil. Vierter Band.
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am Vordertheil befindlichen kleinen Verdeck mit Tauen befestigtwurde, um beim Rücklauf nicht hinunter geworfen zu werden.

Bei eintretendem Gebrauch litt indessen die Spitze eines dieser ,Boote so bedeutend, daß man Ballast auswerfen und sich eiligstzurückziehen mußte. Man entfernte nunmehr die Taue, brachteam Hintern Ende des Verdecks Stoßbalken an und befestigte vordiesen Wollsäcke, die durch ihre Elastizität den Rücklauf minder-ten und das Geschütz beinahe von selbst wieder auf seinen Platzzurückwarfen. Zur Deckung der Mannschaft — 1 Artillerie-Un-teroffizier, 3 Kanoniere, 7 Infanteristen (Schiffer) und 1 Lootse— wurden auf dem Bord der Boote eiserne Gabeln befestigt, inwelche Wollsäcke gelegt werden konnten. Da indessen die Boote,weil sie von Hause aus nicht für Geschütz gebaut waren, nur beiruhiger See den Hafen verlassen und nur mit großer Vorsichtgebraucht werden konnten, auch das Kaliber ihrer Geschütze sogering war, so war ihre Wirksamkeit auch eine sehr beschränkteund belohnte nicht die Mühen, die man auf ihre Einrichtung ver-wandt hatte.

Ueber die Proviantirung der Festung sprach sich der MajorGneisenau in seinem Bericht an den König sehr günstig aus. Dievon dem Kaufmann Schröder aus Riga verschriebenen großenRoggen-Vorräthe und Vorräthe von anderen Lebensmitteln ausKopenhagen waren unterwegs, und aus der Umgegend von Kol-berg, selbst im Rücken des Feindes, wurde Getraide, Fleisch rc. be-zogen, so daß Wohlfeilheit und Ueberfluß in der Festung herrschte.

An Geschütz-Munition fehlte es in der Festung, da nur200 Schuß für das Geschütz vorhanden waren; der Major Gnei-senau bat sofort um Verstärkung, um für die förmliche Belage-rung mit 1200 Schuß versehen zu sein. —

An die Instandsetzung der Werke wurde mit dem größtenEifer gegangen. Die Morast -Redoute, das Münder-Fort unddie Kirchhofs-Schanze fand der Major Gneisenau in gutem Ver-theidigungszustande, wenn er auch das Fort als zweckwidrig an-gelegt betrachtete; dagegen außer diesen detaschirten Werken nurden Hauptwall, die Ravelinc und Lünetten am Fuß der Eskarpepallisadirt, auf dem gedeckten Wege keine einzige Pallisade, was