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in der vergangenen Nacht unter dem hohem Berge bei dem Wegenach Bullenwinkel, und e^ entwickelte sich dabei ein ernsthaftesJnfanteriegefecht. Der Feind hatte die Vorposten-Linie vor demKörliner-Damm mit großer Ueberlegenheit angegriffen und ausihren Logements auf das Blockhaus t>. zurückgeworfen. Verstärktdrangen die Vorposten unter dem Schutz des Kartätschfeuersdes Blockhauses und der Werke der Lauenburger-Vorstadt zwarwieder vor, konnten jedoch den Feind aus den früher inne ge-habten Logements nicht mehr vertreiben. Das Gefecht wurdeabgebrochen und neue Logements, näher an dem Damm, bezogen.
In der Grenadier-Schanze war der Feind bemüht, die an-gerichteten Verwüstungen wieder gut zu machen, während er vonZeit zu Zeit die Stadt bewarf. Neue Angriffe befürchtend, ver-doppelte er seine Vorsichtsmaßregeln. Die Besatzung behielt inder Nacht das Gewehr in der Hand, und starke Reserven stan-den hinter dem Werke in Bereitschaft.
Als der Major Gneisenau aus dem ihm zugekommenenfeindlichen Angriffsplan entnommen, daß der Feind gegen denKörliner-Damm einen falschen Angriff führen wolle und die Ar-beiten hierzu sich daselbst bereits entwickelt hatten, baute er hier-auf folgenden Plan, wie er ihn in seinem Bericht wörtlichaufführt:
„Wegen der Nähe der Arbeiten auf dem Klosterfelde mußteder Feind glauben, daß ich sehr eifersüchtig darauf sei. Griff ,ich nun zwei entfernt liegende Punkte zuerst an, so mußte er diesfür die falschen Angriffe halten. Griff ich den Lauenburger-(Körliner-) Damm späterhin an, so mußte er hier den wahrenAngriff glauben, und der Erfolg entsprach meiner Erwartung."
Für die Nacht zum 17. Juni wurde demgemäß befohlen:daß das Schill'sche Korps um à 11 Uhr Sellnow angreifen solle;daß, sobald dieser Angriff im Gange sein würde, 4 Kompagnienzum Lauenburger Thore vorgehen und die Matz-Schanze (Re-doute Nr. 16.) fortnehmen sollten, und daß endlich, wenn dieserletztere Angriff sich entwickelt hatte, ein Ausfall über den Kör-liner-Damm den falschen Angriff zu führen habe. Somit sollten
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