Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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liner-Damm durch einen Schuß in den Unterleib tödtlich verwun-det worden, in der Stadt griffen die Flammen immer weiter umsich, als plötzlich das feindliche Feuer schwieg und man die Waf-fmstillstandsflagge und die Annäherung eines preußischen Offiziersgewahr wurde. Der Lieutenant Holleben vom 3. neumärkischenReservebataillon war mit der Nachricht von dem abgeschlossenenWaffenstillstände aus dem königlichen Hauptquartier Piktupöhneneingetroffen. Die Feindseligkeiten hatten ein Ende.

Belagerer und Belagerte zogen sofort ihre Vorpostenlinien.Der Feind blieb auf dem linken Ufer im Besitz der Maykuhle,des Gradirwerkes und des Strickertsberges; auf dem rechten Uferstanden seine Vorposten bei der Brücke des Körliner-Dammes, imBinnenfelde etwa 40 Schritt vor den niedergebrannten Block-häusern und im Münderfelde 400 Schritt vor der Grenadier-Schanze.

In der Stadt wurden sofort die kräftigsten Anstalten getrof-fen um des Feuers Herr zu werden, das eine Straße nach derandern ergriffen hatte.

Obgleich der Lieutenant Holleben am 28. Juni abgefertigtund mit einem französischen Passe in Königsberg ausgerüstet wor-den war, so hatte er dennoch in dem Hauptquartier Tramm desGenerals Loison bedeutenden Aufenthalt, in Bezug auf Anerken-nung seiner Mission, gefunden und erst nach langem Harren end-lich einen französischen General zur Begleitung erhalten, der ihnindessen bereits am hohen Berge wieder verließ, und auch derTambour, der mitgegeben worden, hatte beim weitem Vorgehendurch die Trancheen des Klosterfeldes in dem heftigen Feuer der

Von der Familie von Rôder diente» 9 Brüder in der Armee und vondiesen sind 3 gewürdigt worden den Heldentod zu sterben und außerdem4 Brüder ihr Blut für ihren König zu vergießen, zuin Theil verstümmeltzu werden. In Kolbcrg stand der eine Bruder als läjährigcr Knabe beider Kompagnie seines Bruders Heinrich, und erregte durch seine männlicheBesonnenheit und Tapferkeit die Aufmerksamkeit des Majors Gneisena», dieBewunderung seiner Untergebenen, so daß ihm die wichtigsten Posten anver-traut werden konnten, er sogar am letzten Gefechtstage die Kompagnie sei-nes Bruders führte.

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