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Besatzung die Lust zum Schlagen und zum Mitgehen verloren,so daß es als ein besonderes Glück anzusehen ist, daß der Lieut.Holleben nicht zuletzt noch von den Kugeln der Feldwache despommerschen Reservebataillons gefallen ist. Der Major Gnei-senau hatte auf dem Bastion Neumark die Depeschen des Lieute-nants Holleben mit dem größten Gleichniuth in Empfang ge-nommen.
Es ist offenbar, der Feind hatte Zeit gewinnen und nocheinmal die Haltung der Besatzung vor der Bekanntwerdungdes Waffenstillstands prüfen wollen. Darum diese unvorbereite-ten, übereilten Maßregeln, welche keinen andern Erfolg haben konn-ten, als noch mehr Gebäude der Stadt in Asche zu legen undMenschenblut zu vergießen. Von dem was der Feind bereits vonder Energie des Kommandanten, und von der Tapferkeit der Be-satzung zu seinem Nachtheil erfahren hatte, mußte er entnommenhaben, daß beide sich weder durch das Bombardement, noch durchdiese Angriffe von allen Seiten würden dergestalt imponiren lassen,daß davon eine Kapitulation hätte die Folge sein können.
Die Verluste der Garnison von Kolberg werden folgender-maßen angegeben:
14 Offiz.
23 Untroff.
391 Gem.
geblieben.
7
-
28
-
253 -
an Wunden geftorb.
27
-
104
-
912 -
verwundet.
6
-
6
-
192 -
gefangen.
—
-
10
-
149 -
vermißt.
—
--
18
er
316 -
desertirt.
1
-
24
-
380 -
als Jnval. entlassen.
zusamm.: 55 Offiz.
213
Untroff.
2593 Mann.
' Ob unter diesen Zahlen auch die Verluste des Schill'schenKorps an Mannschaften vor der Einschließung zu finden sind,war nicht zu ermitteln, wohl aber ist der Verlust an Offizierenvom Gefecht bei Wollin an einbegriffen. Nach einer Angabe hatdas Schill'sche Korps vom Beginn der Feindseligkeiten an, anTodten, Verwundeten, Gefangenen und Vermißten verloren: 682Mann Infanterie und 40 Artilleristen. Ueber die Verluste derKavallerie und Jäger finden sich keine Notizen. Von der Ein-