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Retranchement von etwa 2000 Schritt Ausdehnung angelegt, dassich mit dem linken Flügel an die Ostsee, mit dem rechten Flügelan den Franken-Teich lehnte, somit ebenfalls den Zugang vonOsten deckte und zugleich Offensiv-Bewegungen der Besatzungerleichterte. Das Triebseer-Thor war durch die Tricbseer-Kon-tregarde und jenseits des Teiches, der über denselben führendeDamm durch den mit nassen Gräben versehenen Triebseer-Brücken-kopf gedeckt. Ebenso wurde das Knieper-Thor jenseits des Knie-per-Teichcs durch das Hornwerk am Knieper-Thor als Brücken-kopf gesichert. Wenn somit allerdings die Vcrtheivigungsfähigkcitvon Stralsund sehr groß war, so lange der Frost nicht die Teicheüberschreitbar machte, so war auf der andern Seite auch die Ein-schließung mit verhältnißmäßig geringen Kräften erleichtert.
Am 30. nahm das vereinigte französische Korps eine Aufstellungbei Bvigthagen, Hauptquartier Milzow. Der Marschall suchte zu-nächst die Verbindung der Festung mit der Insel Tänholm undmit Rügen zu erschweren. Das Letztere schien um so ausführ-barer, als zur Zeit das Fahrwasser auf der Westseite Rügensoder unterhalb Stralsund sehr flach war. Es wurde zu diesemBehuf bei Andershof eine Batterie erbaut. Die Schweden cisetensofort ihre Kanonen-Schaluppen aus dem Hafen und beschossenam 1. Februar die Aufstellung der Franzosen bei Andershof, wäh-rend die Besatzung des Franken-Retranchcments einen Ausfall inderselben Richtung machte, wobei es zu einigem Tiraillement kam.Dieser und später wiederholte Versuche, die Franzosen von An-dershof zu vertreiben, blieben ohne Erfolg. Nun arbeitete derFeind weiter östlich bei Neuhof, ebenfalls um das Fahrwasser undRügen zu beherrschen, eine zweite Batterie, welcher gegenüber dieSchweden auf Rügen bei Prosnitz eine Batterie errichteten, welchezugleich die feindliche bei Andershof erreichen konnte. In der Be-sorgniß, daß bei verstärktem Frost die Franzosen die Insel Rügenm Besitz nehmen oder auch durch eine Landung sich derselben be-mächtigen, somit Stralsund die einzige Nahrungsquelle nehmenkönnten, wurde von Stralsund aus am 16. Februar die Inseldurch 1 Bataillon, 1 Schwadron Husaren, 2 schwere Kanonenund 2 Haubitzen besetzt.