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Der Marschall Mortier fuhr während dessen fort, die Ein-schließung des Platzes zu vollenden. Es wurden ausgedehnteRetranchements und auf den genannten Zugangspunkten Redou-ten gearbeitet, so daß sich die Blokadetruppen mit beiden Flügelnan die Meerenge lehnten.
Der General Essen unterließ während dessen nicht, durchgrößere und kleinere Ausfälle, durch ernste und Scheinangriffe,die Franzosen in ihren Arbeiten zu beunruhigen, zu stören undaufzuhalten. Besonders richtete er seine Anstrengungen gegen denlinken Flügel der Kontravallationslinie des Gegners auf der West-seite Stralsunds. Derselbe hatte bei Kl. Redingshagcn eine starkeRedoute erbaut,, dieselbe indessen noch nicht armirt, und vorläufignur durch eine Voltigeur-Kompagnie besetzt. Am 14. März, un-ter heftigem Regen, ging der Oberst Kardell, unter oberer Leitungdes Generals Armfelt, zum Angriff jenes Werkes vor, doch schei-terte das Unternehmen vollständig, da die Stürmenden trotz allerAnstrengungen, bei dem schlüpfrigen Lehmboden, nicht im.Standewaren die Brustwehr zu ersteigen. Sie wurden von der Besatzungund herbeieilenden Verstärkungen geworfen und unter dem Ver-lust von 300 Todten und Verwundeten bis an das Glacis desKnieper-Brückenkopfes verfolgt. 80 Todte lagen allein in denGräben des Werkes. Es war dies das letzte Gefecht von Be-lang während der Blokade.
Die Franzosen arbeiteten rüstig fort, und bald waren ihreVerschanzungen so weit gediehen und einander so wohl flankirendangelegt, daß die Schweden weitere Angriffe einstellen mußten.Indessen nach und nach war das Blokadekorps bedeutend ge-schwächt worden. Drei Infanterie-Regimenter — wahrscheinlichdas 2. und 12 . leichte und das 2. Linien-Jnf.-Regt. — warenbereits nach Osten abmarschirt und durch 2 Holland. Regimenterersetzt worden. Am 29. März erhielt aber auch der M. Mortierden Befehl, lediglich die Division Granjean — 2 französische und2 holländische Jnfant.-Regimenter und das 2. holländische Hu-saren-Regiment — vor Stralsund zu belassen, und für seine Per-son mit dem Rest der Blokadetruppen vor Kolberg zu marschircn.Napoleon war überzeugt, daß die Schweden ohne die Hülfe der