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sollte derselbe seine Operationslinie über Stettin und den Zweckvor Augen behalten, die Belagerung von Kolberg zu decken 'unddie Verbindung mit der großen Armee aufrecht zu erhalten. NachBerlin ging der Befehl, den Schatz und alle Kostbarkeitennach Küstrin zu senden und Spandau in guten Vertheidigungs-zustand zu setzen. — Der General Granjcan hatte erst am6. April dem General Clarke Mittheilung von dem Vorrückender Schweden gemacht, zu einer Zeit, wo er die nächste Verbin-dung mit Berlin bereits aufgegeben hatte, fo daß daher auch diefranzösischen Behörden daselbst in große Unruhe versetzt wordenwaren, da obenein das Gerücht ging, die Schweden hätten großeVerstärkungen, und unter diesen zwei rothe Regimenter, alsoEngländer, erhalten.
Von Seiten der Schweden waren während dessen nach undnach durch geringe Abtheilungen die Inseln Usedom und Wvllinbesetzt und Unterhandlungen mit dem Rittmeister Schilt und demvon dem Kommandanten von Kolberg gesandten Lieutenant Bülow,wie bereits gemeldet, gepflogen worden, als, ihnen sehr unerwar-tet, die Franzosen wiederum die Offensive ergriffen.
Am 13. April traf der M. Mortier in Stettin ein, undversammelte die disponiblen Truppen am 15. in Pasewalk, theiltedieselben in 2 Infanterie-Divisionen Dupas und Granjean undeine Kavallerie-Division Lorge — etwa 13,000 Mann — undbrach, nach Zurücklassung eines eben eingctroffenen provisorischenInfanterie-Regiments, in der Nacht zum 16. April nach Ferdi-nandshof auf. Die bei Belling stehenden Vortruppen wurdengeworfen und am 16. der ganz isolirt stehende General Armfeitdurch große Ueberlcgcnheit bei Ferdinandshof angegriffen und mitbedeutendem Verlust auf Anklam zurückgetrieben. Daselbst warder General Essen eingetroffen, der nun die geschlagenen Truppenaufnahm und das Ganze nach Greifswalde zurückführte. DieGenerale Armfelt und Vegesack waren verwundet.
Durch das Vordringen der Franzosen auf Anklam war dieAbtheilung des Obersten Kardell in Uckermünde abgeschnitten.Der M. Mortier detafchirte am 17. den General Vaur daherauf Uckermünde, der zwar die Schweden, selbst die Kavallerie,