Band 
Zweiter Theil. Vierter Band.
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wledern, daß ich weder den Herrn Obersten v. Schramm nachGraudenz schicken, auch eben so wenig selbst dahin kommen kann,weil dieses uns von Sr. K. M., unserm Allcrgnädigsten Herrnund Souverain, verboten ist. Wenn E. H. mir Eröffnungen zumachen haben, so muß ich meine gestrige gethane Bitte wiederho-len, dieses schriftlich zu thun, weil dieses die einzige Art ist, aufwelche wir uns unterhalten können. Wenn aber diese Unterhal-tung die Uebergabe der Bestung betriff, die mir anvertraut ist,so ist es ganz unnöthig, hierüber weiter zu correspondiren, weilich fest entschlossen bin, nicht aus Eigenliebe, wie E. H. zu mei-nen belieben, sondern aus Pflicht, Graudenz so lange zu behaup-ten, bis ich durch Gewalt der Waffen oder Mangel an LcbcnS-inittel genöthigt bin, selbige dem Feinde zu übergeben."

„Was übrigens die Drohungen betrifft, die E. H. in DeroSchreiben zu äußern belieben, so werden H. D. leicht einsehen,daß solche wenigen Eindruck machen auf einen Mann, der unterden Waffen grau geworden und viele Jahre mit Ehren gedienthat." . . .

(gez,) de Courbière.

Am 16. März rückte eine feindliche Abtheilung mit 2 Ge-schützen um 8 Uhr Morgens auf Neudorf. Man erwartete eineRckognoszirung. Die Husaren, die Jäger-Kompagnie und 30Schützen wurden beordert, den Feind zu vertreiben; er war zustark und wehrte sich in den Häusern und Scheunen hartnäckig;die preußischen Truppen mußten sich nach der Festung zurückzie-hen. Da es schien, als wolle der Feind sich in Neudorf fest-setzen, ließ der Gouverneur jene leichte Truppen noch durch 250Mann Infanterie und 2 Kanonen verstärken. Um ^3 Uhr wurdedas Dorf aus alten disponiblen Haubitzen beworfen und der Aus-fall brach um 3 Uhr wiederum vor. Der Feind räumte Neudorfund wurde in seine Stellung hinter die Ossa auf Offa-Krug,Swierkoczyn und Voßwinkel zurückgetrieben. Der preußische Ver-lust bestand in 2 Mann und 1 Pferd.

Gegen Mittag war ein drittes Schreiben des Generals Sa-vary eingegangen, welches folgendermaßen lautete:

„M. I. G. Je ne m’attendais à être venu de si loin de-