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doch das schwedische blaue und gelbe Regiment zu Fuß, HerzogBernhards, Fürsten von Anhalts, Grafen von Löwensteins, undOberst Brandensteins zu Pferd, haben großen Schaden gelitten.Auf dieses nun haben I. F. G. Herzog Bernhard von Weimar,als General, der die ^rmscla, so por rvsio 15,000 stock ist,nunmehro kommandirt, sich mit dem Volk nach Weissenfels begeben,allda ein wenig zu rasten, um I. Durchl. des Kurfürsten zuSachsen und Herzogs Georgen von Lüneburg, welche bei diesemTreffen gar nicht gewesen, mit ihrem Volk zu erwarten und dieVietorism ooiijunetum zu proseguiren.
Drei Tage vor der Schlacht, redeten Ihre höchst seeligenKönigl. Maj. zum v. ksbnoio: Mein Herr Doktor, die Sachengehen alle wohl, und es gehet nach Wunsch; aber ich sorge,weil mich Jedermann so sehr venerirt und gleichsam für einenGott halt, es werde mich Gott deswegen einmal strafen; aberGott weiß, daß es mir nicht gefallt. Nun es gehe wie derliebe Gott will, so weiß ich, daß er die Sache, weil es zu sei-nes Namens Ehre gereicht, vollends hinaus führen wird.
Des Höchstsätzen Königs glorwürdigsten Körper thut maniyr Verfolg des Feindes in einer Kutsche mit der Armee führen,^bis auf fernere Disposition und Ankunft S. Exz. des HerrnReichskanzlers Oxenstiern. Die Königl. Kanzlei ist nach Erfurt ge-führt, allda den Herrn Reichskanzler zu erwarten.
Noch ist zu bemerken, daß, nachdem I. F. G. HerzogBernhard durch Obristen Kniephausen die Nachricht gebracht, wieJhco Maj. todt seyn, Jhro Fürstl. Gnaden heroisch geantwortet:So begehre ich auch nicht länger zu leben! und seien daraufmit solchem Heldenmuth in den Feind gesetzt, daß es nicht genug-sam zu beschreiben, und ist auf diese Weise der Sieg errungenworden.