„Nur der welcher das Geheimniß weiß zu leben ohnezu essen, kann in den Krieg gehen ohne Lebensmiltel zuhaben. Der Hunger ist verzehrender als das Schwert,und der Mangel hat mehr Heere zu Grunde gerichtet, alses Schlachten thaten. Gegen alle Zufälle kann man Hül«se finden; gegen den Mangel der Lebensnuttel giebt eskeines; sind ße nicht zur rechten Zeit angeschafft, so istMan zu Grunde gerichtet, ohne gekämpft zu haben."
Friedrich der Einzige sagt:
„Die Heere welche man m unsern Tagen zusammen«bringt, sind Züge ganzer Völker, welche wandern indemsie erobern, deren Bedürfnisse jeden Tag neu werden undBefriedigung erheischen. Diese umherziehenden Nationensind schwerer gegen den Hunger, als gegen den Feind zusichern. Demnach sind die Entwürfe eines Feldherrn anden Zustand der LebenSmittel auf das engste gebunden undseine kühnsten Vorstellungen sind nichts als Träume einesHelden, wofern er nicht früher als alles die Mittel aus«findig machte, baß es an ihnen nicht gebricht."
Die Meinung dieser Meister in der Kunst darf dieunsrige bestimmen und kann uns ein sicheres Maas derWichtigkeit der Kriegsverpflegung geben.
Uibcrsetzung und ausführliche» Erläuterungen mit denen ichbeschäftigt bin, welche dieß Werk in einem aiigenicsscncnZustand dem wißbegierigen Deutschen überhaupt, und demforschenden Krieger insonderheit, vor Augen stellen sollen.Monte cuculi weihte seine Kräfte dem deutschen Kaiser«hauß, er stand auf der höchsten Stufe der Kriegswürden —er war Dbcrststatthaltcr des Kaisers — und verdiente die«se Stelle; gleichwohl achtete er wie jener edle Römer sei«nc Schrift noch hoher als seine Kriegsthaten, er meyntewie Cato:
'—> unius aetatis sunt, quae fortiter fiunt, quae vero proutilitate rei publicae scribuntur, aeterna sunt! —
Ani», d. Uibers.