Buch 
Lehrbuch der Kriegswirtschaftslehre : oder Grundsätze zur Verwaltung des Kriegswesens, im Frieden und im Kriege / von C.M. Morin ; nach der zweiten Ausgabe der französischen Grundschrift frei übersetzt, mit einer Einleitung, berichtigenden Zusätzen und Anmerkungen versehen von Ferdinand von Schmid
Entstehung
Seite
153
JPEG-Download
 

153

festzusetzen und Sparsamkeit in der Wirthschaft einzurich-ten. Vordem als man nur funfzehnhundertDicnstuntaugli«che unterhielt, kostete jeder Krieger, inbegriffen die Unter-haltung des Hauses und den Gehalt des Stabs, jährlich4oo L., wonach ein Mann täglich auf 1 I. 1 ®. u S,ju stehen kam. Gegenwärtig ist der Aufwand für denStab unbeträchtlicher, die Unterhaltungskosten des HauseSwissen einen geringen Beischlag da sie auf beinahe 5000Köpfe stch vertheilen, und jetzt kostet jeder Mann jährlichbeinahe 750 L, oder täglich % £. 1 j 2 ). und einenkleinen Bruch. Dieser Betrag überschreitet alles Maas;man kann erst dann sagen, daß bei dieser Verwaltungwirthschaftliches Verfahren stattfindet, wenn die Ausgabenum ein Driktheil verringert find, wonach der Mann täg-lich 1 L. 7. S- 4 D- und eine Kleinigkeit kosten wird*).Ich bin der Meinung derer, welche nur unheilbar Kran-ke, oder ganz abgeschiedene und nirgends sonst Unterkunftfindende Krieger in dem Invalidenhaus aufgenommen wis-sen wollen, dagegen alle andern in ihre Heimat geschicktwerden, und dort einen Rückzugsgehalt empfangen sollen.Dieser Gehalt könnte auf 2Z0 L. (114 fl. 34 fO fest-gesetzt und sonach selbst an Unterhaltungskosten zu demAnschlage rm Hause den ich mache, die Hälfte erspartwerden.

Es giebt noch eine Art von Dienstuntauglichen unterdem Nahmen der Veteranen. Sie find in Haupcmannschaf«ten getheilt und versehen Soldatendienste. Ihre Verfas-sung gehört demnach unter den Stand deü KriegsheeresUnd ich kann ste hier umgehen.

*) Also kostet in deutscher MFnze jeder Mann jährlich 34; ff.4; kr. und täglich 56 1/2 kr. wahrend er vorhin ;oi/rkr.kostete. Nach dem Verf. soll er in Zukunft beinahe täg-lich 38 kr. kosten.

A»m. d. Uibers