Das alles kann man berständigerweise nicht erwarten."Worauf ich entgegne: es ist das erste Erfordernd einerguten Wirthschaft, daß man den Ertrag des Einkommensund die Größe der Ausgaben kenne, warum wollte mandas für unausführbar halten? Wenn in dem Eingang derEinnahme irgendwo Saumsaal einträte, so könnte daSkommen von einem Fehler in der Anlage und Beitreibungder Abgabe, der sich gar bald in Rückständen offenbarenwürde, was man eben vermeiden soll; oder es konnte ent«stehen aus Vergünstigung welche die Regierung den Steuer«Pflichtigen angedeihen laßt, dann ist die Erhebung nichts«desto minder gewiß. Veränderung der Ausgaben sworun«tcr man doch wohl Vermehrung versteht) zu verhüten, istdaS beste und klügste Wirthfchaftsverfahren; außeror«deutliche Ausgaben werden durch außerordentliche Auflagengedeckt.
Schon vordem befolgte man in Frankreich gewisser«mästen das vorgeschlagene Verfahren. Zn der Rechnungs«darstellung für 1788 werden die Einkünfte zu 472 Mill.angegeben, in den Schatz kamen nur 21 r Mill., 258Mill. wurden verwendet, um in den Kreisen einen Theilder öffentlichen Ausgaben zu berichtigen welche in son,derheit auf dieseEinnahmen angewiesen wor«den waren, solche waren Staatsschulden, Kosten fürRechtspflege, Staatsverwaltung rc. Die an Millionenwaren bestimmt zu den Ausgaben für das Kriegswesen,das Seewesen, die auswärtigen Angelegenheiten und diekönigliche Hofl)altung.
Die Ausgaben welche das Volk am nächsten angehen,wurden also vorerst weggenommen, ehe die Gelder «n denSchatz kamen. Dies muß nur weiter ausgeführt werden,man muß in den Kreisen und aus den KcerStruhen alleAusgaben zahlen lassen die nur immer dort gezahlt wer»den können; in den Staatsschatz muß man nur für die