Der Zweck dieses Krieges ist ein hoher und heiliger Zweck;soll die Welt gerettet werden, so muß es ein Volkskrieg seyn.Ich weiß, Sie empfinden es tief, oder Sie müßten der durchOesterreich so väterlich bewahrten, durch Baiern zertrümmertenFreiheit nicht würdig, und ihre schönen Anstrengungen in denJahren 1796 — 1799 und izoo müßten nicht aus ihren Her-zen gekommen seyn. Das eine läßt sich eben so wenig denken,als das andere.
Auf also, getreue Stände, biedere, wehrhafte Männer: —Jetzt, wo der Feind seine letzte Kraft nothwendig braucht»um am Jnn und an der Donau die mit ungeheuerm Verlusterfochtenen Vortheile zu nützen, jetzt kann ein großer Schlaggeschehen an der Aller, Argen und am Bvdensee. Die Fahneder Freiheit, die sich vor dem gewaltigen Banner von Mont-fort, Lockenburg und Lruchseß nicht gebeugt, die einst mit denSchaaren des Georgschilds und des schwäbischen Bundes Herzogeund Churfürsten zittern gemacht hak, die entfalte sich jetzt wie-der in «»geschwächter Mannskraft. Es gilt das Letzte! DerKrieg hat keine Schrecken mehr für den, der durch die Libera-lität und Humanität der Baierischen Machthaber, mitten inrFrieden, Plünderung und Eigengewalt, und den aufreitzendsteirMilitär-Despotismus erfahren hat.
Des erhabenen Monarchen Herz und Gesinnung, — dieinnige Vorliebe des durchlauchtigsten Erzherzogs Johann— wel-che beide Allerhöchst und Höchste Personen so viele aus ihnenpersönlich zu kennen das Glück haben, — die Hoffnung, Vor-arlberg, das so schwer gelitten hat, werde nun nimmermehrvon Oesterreich losgerissen, sie muß ihren Verstand mit frohenHoffnungen, ihr Gefühl mit den anziehendsten Erinnerungender guten Zeit, sie muß ihr Herz mit der freudigsten Entschlos-senheit beleben:
Was ein Soldat, dessen Pfad stets der Pfad der Ehre undPflicht gewesen ist, der unter so vielen Titeln Lyrvl angehört,— mit welchem Eins zu seyn das Glück Voralbergs ausgemachthat, was Ich kann und vermag, das weihe Ich, das weihtder, mir für das politische und administrative Fach zur Seite