gelegt, auf die Bettungen verschiedene Werke zu bringe»,um dem Feinde, durch solche von Geschütz entblößteStellen nicht den Mangel an Waffen zu verrathen.Daß für diese nicht zahlreiche Artillerie die vorhandenenMunitiooS-Vorrä'the unzur»iche»d waren, beweist derUmstand, daß gegen da« Ende der Belagerung fort-während Infanterie - Munition angewendet werdenmußte.
Nur für den Lebensunterhalt der Besatzung wardurch ungeheuere Vorrälhe von Gekraide, Zwibak,Mehl, Döckelfleisch und Brandwein mehr alö hinreichendgesorgt; — doch für die Kranken fehlte eS an feinernLebensmittelu und Medicamenten; — bis zur engernEinschließung und förmlichen Belagerung mußte mandurch häufige Ausfalle sich in der Umgegend Schlacht-vieh zu verschaffen suchen.
Dieses war der innere Zustand der Festung Tho rn 8)zur Zeit, der Erklärung des Belagerungsstandes, und
8) Thor,,. Toruninum. 41° 28' 2" Länge 55° l' 30"Nördlicher Breite. —
Zlte, beträchtliche und befestigte Stadt, am rechten Ufer■ der Weichsel, über die eine beynahe eine halbe Meilelange und durch die Insel Vatza getrennte Brücke führt.Die Stadt wird in die Alt-und Neustadt getheilt; essind daselbst 5 katholische, i reforinirte, 1 lutherischeKirchen, t Synagoge, Mönchs-und i Nonnenkloster,und' 788 Häuser, I Hospital, i Weisenhaus, l katholi-sches, Gymnasium mit Bibliothek und Buchdruckerey,i lutherisches Gymnasium. — Viele Gewerbe, worunter1 Tuchweberey mit 7 Stühlen, t Barchentweberey mit2 Stühlen, Hutmacherey, Roth-und Weißgerberey, Hand-schuh-Fabrik, Stark-und Puder-Fabriken, i Kupfer-hammer, i Papiermühle, berühmte Pfefferkuchen - Fa,