Band 
Dritter Band.
Seite
163
JPEG-Download
 

163

Infanteristen im ersten Jahre g Monate, und zum Theilim Lten Iabre, während des Monats September; »achVerlauf dieser Zeit sind sie sodann aller Uebung undalle- Dienstes ledig, bis sie ein Krieg zusammenruft.

Nach vierjähriger Erfahrung hat sich nun gezeigt,daß diese Art des Unterrichts für die Reikerey, Artille-rie und Infanterie nicht nur vollkommen hinreiche, *)sondern weit geeigneter und lohnender sey, al- ein Ur-laubssystem, wobey das Exerziren für Offiziere und Un-teroffiziere eben so wenig ein Ende nimmt, als wie beyeiner solchen, oben angeführten Einrichtung — wobeyaber sich doch ein Resultat ergiebt, nämlich, daß dieLeute etwas, zwar nur einmal, aber dafür recht lernenkönnet, was bey einem zu sehr ausgedehnten UrlaubS-fystem nicht statt findet, wie dieß allgemein bekanntund anerkannt ist. Um auf diese Weise gebildet zu wer-den, werden nun jährlich nur so viele junge Männer

') Man ist zwar gewohnt, in mancher Literatur-Zeitung,Recensionen über militärische Schriften zu lesen, dienichts, als höchst oberflächliche Meinungen, und dreistohne allen Beweis hingeworfene Behauptungen und Ur-theile enrhalten — aber es zeigt den höchsten Grad vonRecensenten - Kühnheit, Beurtheilungen überSchriften zu liefern, über deren Gegenstand man nichtnur nicht theoretisch klar denkt, sondern von dem mannicht einmal dasjenige kennt, was seit Jahren wirklichausgeführt ist. So glauben die Recensenten der Heer-bildung in dem März-Hest der Jenaer und andererLiteratur - Zeitungen, die UebungSzeit für Reitereyund Artillerie geradezu als gänzlich unzureichend ver-werfen zu müssen — und halten für eine Unmöglich-keit, was in Würtemberg seit 5 Jahren wirklich bestehtund sich seit dieser Zeit, als vollkommen bewahrt hat!! —

L r