Band 
Dritter Band.
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tun Gewohnheiten, Sitten und Begriffen, noch dazuin und außer Dienste im beständigen Umgang mit ihm,vielmehr, geeignet, sich sein Vertrauen zu erwerben undmittelst dieses, eher im Stande auf ihn zu wirken, alsder von ihm durch Geburt, höhere Bildung und dienst-liche Verhältnisse mehr. entferntere Offizier bewerkstelli-gen kann, wenn er sich auch in den engeren Zdeenkreisdes SoldatenS einschlieffen und ihn zu erweitern be-müht seyn will; denn immer werden die eben berührte»Verhältnisse, einen mehr oder mindern Grad von Ver-schlossenheit bewirken, und eine Kraft sich äußern, wel-che die Annäherung fremdartiger Körper verhindert.

Wenn demnach den Unteroffizier- ein größeres Wir-kungsvermögen auf den gemeinen Soldaten eingeräumtwerden muß, so kann diese Behauptung jedoch nur un»1er der Voraussetzung statt finden, daß sie mit denPflichten ihres Standes im vollsten Sinne bekannteMänner sind, welche mir einem feinem Ehrgefühl, sitt-liche Bildung: Würde und Anstand verbunden, unddurch ihre Haltung und eigenes Beyspiel bey ihrenUntergebenen, Achtung nnd ehrenvolle Nacheiferung er-wecken können. Je weniger nun so viele Unteroffizierediesen Forderungen entsprechen, je größer der Abgangan solchen altgedienten Leuten in diesen Chargen, je-tziger Zeit ist, je eher wird eine Untersuchung hierüberan seinem Platze stehen.

Da man die Ursachen, welche dem Mangel anbrauchbaren Unteroffizier- zu Grunde liegen; vorzüglichin einem veränderten Verhältniffe des Militär-Standeszu den übrigen Ständen, in einem, mit den ehemalsbestandenen Normen zur Ergänzung der Armeen sehrverschiedenen RekrutirungS - System, und in den Ereig-