Band 
Dritter Band.
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samsten Alter, zu allen militärischen Verhältnissen ein-geführt und erzogen wird, so möchte wohl dadurch,dem vorgesteckten Ziele am nächsten gekommen seyn.

Der Verfasser sagt: »aber soviel ist doch jedem ein-»leuchtend, daß, wenn nach der Einrichtung deö Insti-tuts jährlich eine gewisse Anzahl Kaderen in die Armee»eintreten soll, dann wenig oder gar keine Offiziers -»Stellen, besonders in Friedens - Zeiten, für Nicht-»Kadeten übrig bleiben werden rc.« Die Unkunde ei-ner Sache führt sehr leicht zu Zrrthum, die Einrichtungdes Instituts scheint es, hat der Verfasser sich nichtganz eigen gemacht, daher mag wohl ihm in Folge einerirrigen Ansicht etwas einleuchtend scheinen, was sich inder Wirklichkeit ganz anders verhält, daß eö einenrJeden, selbst einem Besserunterrichteten,' einleuchtendseyn soll, ist doch gar zu viel verlangt.

Als im Jahre 1804 das Kadetten - Corps errichtetwurde, war die Armee beyweitem nicht so stark als ge»genwärtig. Um die benöthigte Anzahl der militärischenZöglinge zweckmäßig zu bestimmen, wurde aus den Aktenerhoben und gefunden, daß in Friedens - Zeiten imDurchschnitt jährlich 30 Offiziers - Stellen zu besehenkommen. Diesemnach wurde die Einrichtung getroffen,daß 2Drittheile der zubesehen kommenden Stellen durchKadetten und 1 Drittheil durch Nicht - Kadetten besehtwerden sollten.

Die seither eingetretene Vermehrung der Armeedurch alle Waffengattungen, ohne jedoch die Kadetten-Anstalt vermehrt zu haben, hat wenigstens das gleicheVerhältniß erzeugt, daß eben soviel Nicht - Kadetten alsKadetten zu Anstellungen als' Offiziere gelangen müssen.Die Erfahrung hat dagegen erwiesen, daß in Kriegs-