Band 
Dritter Band.
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Zeiten, wo es Jahre gab, in welchen zwey, auch 3 AnSMusterungen statt fanden, die Chefs der Regimenterwiederholt klagten, daß es ihnen an tauglichen Indi-viduen zu Besetzung der leergewordenen Offizierstellengebräche.

Der Verfasser her Ansichten behauptet: »es gäbe»nur einen Weg, aufweichen es keinen andern Vor-»schub gäbe, alö den des Talents, auf welchem di*»Mittelmäßigkeit nur langsam folge, die Untüchtigkeit»länger bleibe und für Privilegirte keine Extraposten"zu haben wären.« Diesen Weg glaubt er in einemGesetze zu ssnden, welches bestimmen soll, daß ein jederals Gemeiner anfangen müsse, nur nach seiner Brauch-barkeit, nicht aber nach seiner Geburt, znm Unter-Offizier und dann erst zum Offizier befördert denkönnte.

Man hat für nöthig erachtet Schulen, Lycaeen,Universitäten zu errichten, nm sachkundige und nützlicheMänner für die wichtigen Civil - Anstellungen zu erhal-ten — wäre denn der Militärstand so ganz unwichtigfür den Staat, daß man bey selbigem sorglos umdie Ausbildung derer seyn dürfte, die einst die Armeezu leiten haben werden? Soll der Minister als Diurnist,der Architekt als Maurer, Handlanger re. ihre geistigeAusbildung beginnen und in ihrem benöthiqten Um-fange erholen? Wird es zum Wohl des Staates er-sprießlicher seyn, um die Privilegirten zu vernichten,und eine, meiner Meinung nach, unausführbare Gleich-heit der Stände herzustellen, dem gebildeten Standedie Vorzüge zu verweigern, die allein die Möglichkeitherbeyführen kann, vollkommen ausgebildete Männer zurFührung der Staats- Geschäften sich zu verschaffen?