Band 
Dritter Band.
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Aussicht zur Pepiniere der zukünftigen Unteroffiziere,noch mehr für Offiziere, und vollends beruhigend zurFührung der Regimenter, Brigaden, Divisionen undder Armee selbst — bey solche» Anstalten mag wohl,wie die Neckarzeitung sagt, der Schaden eines Kaderten Hnstitutö für Privilegirte ganz augenscheinlich er-wiesen seyn; nur kann ich diese Einrichtung mit demHauptgrundsatz deö Verfassers nicht zusammenräumen,welcher keinen Vorzug der Geburt einräumen will.Wenn der Pflichtige daö Alter erreicht, um eingereihtzu werden, wird er sich von selbst wohl schwerlich nochdie benöthig^e Summe zur LoSkaufung erworben haben,er muß sie also von seinem Vater erhalten, er genießtdemnach diesen Vorzug, lediglich durch seine Gehurt,die ihn der Sohn eines Reichern werden ließ. ^Unmöglich kann ich mit deö Verfassers Ansicht über-einstimmen , daß die Soldaten sene Vorgesetzten mit er-höhtem Zutrauen und willigerem Gehorsam verehren,dre aus ihrer Mitte hervorgegangen; vielmehr hat mird:e Erfahrung erwiesen, daß die Untergebenen jenerVorgesetzten am höchsten verehrt, am willigsten gehor-same und am unbeschränktesten vertraut, dessen richtigeund gebildete Ansichten am meisten Vertrauen einflößen,wo im Gegentheil er gar zu leicht gegen Anfoderungcnjener unwillig wird, die er als Seinesgleichen zu hal-ten und anzusehen gewohnt war. Nach den Verfügun-gen des Verfassers kann die Fortbestehung des Kadeten-KorpS sich nicht mit selben vertragen, weil der Zöglingnach vollendeter Bildung in das Alter eingerückt ist,wo man auf Beförderung zum Offizier rechnen kann,und er dann in der Anciennelö des Dienstes den bereitseinverleibten Unteroffiziers, unter welchen er erst einzu-