Band 
Dritter Band.
Seite
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renveisung ist sinnlos und wortarm; dann foIRm-Schimpfworte und Zanken die Lücke der Kenntniß fül-len. Der Offizier, zwar meistens freundlicher, nimmtoft nicht den wahren Antheil, übt oft nicht die gehö-rige Aufsicht, und der Rekrut bleibt größtentheils denHänden des Unteroffiziers überantwortet, der entwederfeines Dienstes übersatt, oder unkundig, also übelge-launt, und gewaltsam ist.

Ungewohnter Anzug, und ungewohnte Nahrung,neue Ordnung, eine ganz fremde, dem frühern Zu-stande ganz entgegengesetzte Lebensweise, üble Behand-lung, Unlust, ja Widerwille zur Sache, Sehnsuchtnach Hause, und nach den vorigen Verhältnissen, daSalles zu überwinden, sich zu gewöhnen an daö anfangsUnerträgliche, das ist eine harte Probe.

Bey den vielen kleinen Leuten, die zugehen, weilder Infanterie nur der Rest bleibt, den die übrigenTruppengattungen übrig lassen, kaum noch das vorge-schriebene Maaß erreichen, ist es auffallend, wie sieein Gewehr handhaben sollen, dem sie kaum in dieMündung sehen können. Der Mann, der 6 Schuhmißt, führt dieselbe Waffe, wie der, der nur 5 Schuhmißt. So wird auch der kleinere Mann, der Schön-heit wegen, hinter den großen in Reih und Glied ge-stellt, auf welchem Platze er seine ihm zu schwere undlange Waffe noch weniger fertig und geschickt gebrau-chen kann. Waffen aber solle» dem Körper und seinerKraft angemessen seyn.

Die Mangel unserer Waffen stnd bedeutend. Derwesentliche Vortheil kleinen Kalibers wird, langen Brau-ches wegen, nicht beachtet. Der leichte Infanterist hat, dieselbe schwere, unsichere Waffe, wie der Liniensoldat;