ein System von Dernunften. Wo aber Systemist, da ist Unterordnung, wechselseitiges Eingreifen, Ab'hängigkeit von einem obersten Princip. In jedem ge»sellschastlichen System, nicht blos im militärischen, ge-horcht der Niedere dem Höhern, aus der innigen Ueber-zeugung, daß nur durch diese Unterordvung der Zweckeines gemeinsamen Strebens erreicht werden kann.Wenn die Unterwürfigkeit in militärischen Verhältnissenmehr, als anderöwo, rigsro» ist vno seyn muß. sohat daS seinen Grund nur in dem vcnv-ckeltern GangedeS Geschäftes, in den schwereren Forderunaen, die manau die Glieder machen muß, und in den großer» Zwe-cken, die man erreichen will. Dessen ungeachtet aberist jeder Krieger Person, mit seinem Verstände, sei-nem Willen handelnd nnd leidend. Auch Er unterwirftseine Ueberzeugung doch nur aus der Ueberzeu-gung, daß, in einem System von erkennenden undwollenden Personen, der Wille deö Einzelnen mitwir-ken müsse,'sey'S gehorchend oder befehlend, zum Willendeö Ganzen, auf daß durch diese concentnrte Kraft Allerin Einem, auch eine Wirkung erzielt werde, die nur au-einer Gesammtheit entspringen, nie durch daS isolirteWirken Einzelner erreicht werden kann. ES ist alsohier, wie anderSwo, von keiner blinden Gefangen»nehmung der Vernunft die Rede, fordern von einerfreywilligen Gefangengebuvg; und der gemeineMann weiß so gut (soll eS wenigstens wissen), daß ereben so wenig Sklave seyn dürfe, als der DefehlSbaberDespot, sondern daß beyde, der Befehlende, wie de-xGehorchende, nur vom Gesetze abhängig seyen, undvon dem, welcher Vollzieher des Gesetzes ist.. . Ueber-dieß ist, hauptsächlich beym Militär, beynahe kein Grad
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