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Dritter Band.
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so hoch, in dem man nicht nach fremdem Willen, —beynahe keiner so niedrig, in dem mau nicht nach eig-nem handeln könne und müsse. Ein isolirter Feldpostenist ein detaschirteö Corps, und daö Terrain, das erbesetzt, sein Lager und seine Festung. Er ist Com-mandant und Besatzung zugleich, und wenn dahernicht ein Geist in ihm gebiethet, einerseits voll Ein-sicht, Besonnenheit und Klugheit, anderseit voll Ehr-furcht, Vaterlandsliebe nnd Fiirstentreue, so tritt andie Stelle des Muthes und des Eifers Schwäche,Nachlässigkeit, feige Flucht und Verrath, Welche Fol-gen aber auS dem Versehen oder Verbrechen eines Ein-zelnen für das Ganze entstehen können, davon mögenKriegS- und Geschichtökundige zeugen... Soll darumder gemeine Mann in die höchst ehrwürdige und bedeu-tungsvolle Gesellschaft der Krieger als ein wirksamesMitglied kräftig eingreifen, so muß er von der Bestim-mung, der Würde und Wichtigkeit seines Standesdeutliche Begriffe haben; er muß es wissen und fühlen,warum und wozu er dient, und daß es nicht blos aufParade oder Zwangsarbeit angesehen sey, wenn er dieWaffe ergreift und ins Glied tritt, sondern daß es sichum etwas Höheres handelt, um die Würde deö Thro-nes, um die Freyheit des Vaterlandes, um die Ehreder Nation, und daß Er, so gering auch das Schürf-lein ist, welches er beyträgt, ein Glied der heiligenSchaar sey, die mit einem hohen Eid angelobt, Gutund Blut, Leib und Leben daran zu wagen, wo senegroßen Güter in Gefahr stehen.

Aus diesen Gründen sind solche Bücher, die sich dieBelehrung des gemeinen Mannes über die sittlichenPflichten seines Standes zum Vorsatz machen, ein