Band 
Zweiter Band.
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Daring das Vorgehen der feindlichen Kolonnen bemerkte, sandteer einen Offizier mit der Nachricht davon und der wiederholtenBitte um Munition nach der Position zurück. Die leichteKompagnie des Sten Linien «Bataillons der deutschen Legionwurde ihm zur Verstärkung geschickt, aber die Munition,welche er so nothwendig bedurfte, kam nicht an; er sandtedaher nach einer halben Stunde, wahrend welcher der Kampfohne Unterbrechung fortgedauert hatte, einen Offizier zu dem-selben Zwecke aus. Diese Bitte wurde jedoch ebensowenigerfüllt. Er erhielt indessen eine Verstärkung von zwei Flügel-Kompagnien des Isten nassauschen Regiments. Der heftigsteKampf war wieder an dem offnen Thore der Scheune, unddie Franzosen, deren Bemühungen, den Eingang zu erzwingen,hartnäckig und erfolglos vereitelt worden waren, nahmen jetztzum Feuer ihre Zuflucht. Die kleine Garnison gerieth in diegrößte Bestürzung, denn wenn auch ein Brunnen in demHofe war, so hatte sie doch keine Mittel, das Wasser aufden bedrohten Punkt zu schaffen. In seiner äußersten Angstbemerkte Major Baring die großen Feldkessel der eben ange-kommenen Nassauer und riß einem derselben einen solchen so-gleich vom Rücken. Mehrere Offiziere folgten seinem Beispiel,füllten die Kessel mit Wasser und trugen sie Angesichts einesfast sichern Todes nach dem Feuer. Die Leute zauderten keinenAugenblick. In einer Minute wurden alle Kessel zu demselbenZwecke verwendet und das Feuer, freilich mit dem Opfermanches braven Soldaten, glücklich gelöscht. Mehrere Leutewollten, trotz dem sie mit Wunden bedeckt waren, sich aufkeine Weise zurückziehen. Ihre stete Antwort war: „Solange unsere Offiziere fechten und wir noch stehen können,wollen wir nicht von dem Platze weichen".*) Endlich zog

")Ein Soldat, mit Namen Friedrich Lindau, welcher aus zwei Kopf-wunden blutete und in seiner Tasche eine große Börse voll Gold