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gönnen und ohne Unterbrechung die ganze Nacht hindurch ge-dauert hatte, verwandelte das Thal der Lasne in einen voll-ständigen Morast. Der aufgeweichte und grundlose Zustandder Wege zwischen Wavre und St. Lambert hatte so vieleAufenthalte, so viele Unterbrechungen in den Kolonnen verur-sacht, daß sie bedeutend verlängert worden waren. Blücherzeigte sich auf jedem Punkt seiner Marschlinie, überall seineerschöpften Soldaten ermunternd und sie zu neuen Anstren-gungen aufregend. Die Truppen betraten nach kurzem Haltzur Wiederherstellung ihrer ausgelösten Reihen das Defilee.Da der Boden dem Drucke nachgab, so wurden Kavallerieund Infanterie entmuthigt; als die Geschütze bis zu den Achseneinsanken und die ermüdeten Soldaten sie herausziehen sollten,da brach ihr Unmuth in dem Gemurmel aus: „Wir könnennicht weiter!" „Aber wir müssen!" war die Antwort desalten Helden, „ich habe Wellington mein Wort gegeben undihr werdet doch nicht wollen, daß ich wortbrüchig werde;strengt euch nur noch wenige Stunden an, Kinder, und derSieg wird unser sein!" Dieser Anruf ihres verehrten Führerswurde nicht vergeblich gemacht, er belebte die schwindendenKräfte der Ermüdeten und regte die Starken und Gewandtenzu neuen Leistungen auf.
Nach beträchtlichem Aufenthalte und beständigen Schwierig-keiten war endlich der Uebergang der löten und löten Brigade,der Reserve-Kavallerie und Artillerie vollendet. Um 4 Uhrhatten diese Truppen den jenseitigen Thalrand erstiegen underreichten das Plateau des schmalen Höhenrückens zwischender Lasne und dem Smohain, welches steil gegen diese beidenBache hin abfällt, einen vergleichungsweife festen und trocke-nen Erdboden besaß und für die wettern Operationen derPreußen höchst günstig war.