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mit welcher er in früheren Schlachten so oft plötzlich herein-gebrochenen, übermächtigen Stürmen getrotzt hatte, bildetejetzt seine einzige Reserve. Seit so vielen Stunden war erauf seiner ganzen Front in einen verzweifelten Angriff ver-wickelt, ohne bisher die geringsten Vortheile errungen zu haben.Er konnte deutlich sehen, daß ohne neuen Kraftaufwand, ohnedie Einwirkung einer mächtigen Reserve auf dieser Seite desSchlachtfeldes kein Siegesstrahl mehr seinen Waffen leuchtenwürde. Aber jetzt, da er sich gegen einen neuen Feind inDefensiv-Operationen verwickelt, da er durch denselben seinenRucken und seine Haupt-Rückzugslinie gefährdet sah, war dieNothwendigkeit, einen Theil jener Reserven anderweitig zuverwenden, immer dringender geworden. Der Anblick desBülowschen linken Flügels, welcher nach Planchenoit hinabstiegund den rechten Lobau's umging, und die mächtigen Batterienlängs der preußischen Front, in wunderbarer Uebereinstimmungmit der günstigen Beschaffenheit des Bodens, auf welchem sichdie Linie immer mehr näherte, zeigten deutlich, daß die schnelleund starke Besetzung dieses Dorfes die einzig richtige Maß-regel zur Abwendung der drohenden Gefahr sei. Die beidenDivisionen der jungen Garde, welche rechts der Chaussee, dichtbei Rossomme, aufgestellt waren und aus vier BataillonenVoltigeurs und vier Bataillonen Tirailleurs bestanden, warendie nächsten zur Hand; Napoleon befahl daher dem GeneralDuhesme mit ihren und 24 Geschützen der Garde-Artillerieaugenblicklich dorthin zu eilen und sich rechts des Lobau'schenKorps aufzustellen. Dies war der Zeitpunkt (6 Uhr), woNapoleon dem Marschall Ney, der ihn um frische Infanteriebat, antwortete: Oü vouls^-vous j'on peemm? vouls?-vous huo j'en sas86? — ein Ausdruck, dessen Stärke diekritischen Verhältnisse seiner Lage deutlich genug zeigt.