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Zweiter Band.
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Um diese Zeit erhielt auch Blücher die Nachricht, daßThielemann von überlegenen Streitkraften bei Wavre ange-griffen worden sei und daß es zweifelhaft Ware, ob er seinenPlatz behaupten könne. Der Entschluß des Fürsten, seinengegenwärtigen Angriffsplan durchzuführen, blieb aber fest undunwiderruflich. Er fühlte es tief, daß auf dem Schlachtfeldevor sich das Schicksal des Feldzuges entschieden werden mußteund daß er den einzig wahren und richtigen Weg zur Ver-nichtung der französischen Hauptarmee einschlüge, wenn er mitAufbietung aller Kräfte den mit Wellington verabredeten undmit so vieler Aussicht auf Erfolg begonnenen Operationsplanverfolgte. Es berührte dieser Entschluß auf dem leitendenGrundsätze der ganzen Strategie, die größte Masse auf denentscheidenden Punkt zu bringen. Er gab daher sogleich denBefehl, daß Thielemann sich so gut vertheidigen möchte alser könnte und daß er seinem Gegner jeden Zoll des Bodensstreitig machen solle. Gleichzeitig aber befahl er Dülow, mitseinem linken Flügel weiter vorzudringen und sich in den Besitzdes Dorfes Planchenoit zu setzen.

Der Oberst von Hiller formirte die löte Brigade in dreiAngriffs-Kolonnen. Zwei Bataillone des löten Regiments,unter dem Major von Wittig, marschirten rechts gegen dasDorf; zwei Bataillone des Isten schlesischen Landwehr-Regi-ments, unter dem Major von Fischer, bildeten die mittlereund zwei Bataillone des 2ten schlesischen Landwehr-Regiments,unter dem Oberst-Lieutenant von Blomdowsky, die linke An-griffs-Kolonne. Die 14te Brigade folgte als Reserve nachund sandte die Isten Bataillone des Uten Linien- und desIsten pommerschen Landwehr-Regiments zur nähern Unter-stützung der Angriffs-Kolonnen vor.

Während dessen hatte die junge Garde Planchenoit besetztund sich zur Vertheidigung desselben eingerichtet. Als die den