Band 
Zweiter Band.
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Napoleon erkannte hieraus den festen Entschluß des preu-ßischen Feldherrn, den Angriff auf Planchenoit fortzusetzen undden französischen rechten Flügel vollständig zu umgehen. Erschickte daher den General Morand, colonel en odek derChas-seurs der alten Garde, mit einem Bataillon von jedem der2ten Grenadier- und Chasseur-Regimenter nach dem Dorfe.Diese Bataillone erreichten den Kampfplatz eben, als die Preu-ßen wieder in das Dorf gedrungen waren, gingen sogleichzum Angriff über, trieben die letzteren nochmals aus demDorfe und verfolgten sie bis zu ihrer Hauptstellung. Hierbeidrangen französische Tirailleurs bis in die preußischen Batte-rien, wurden aber von der 4ten Schwadron des 2ten schle-sischen Husaren-Regiments niedergehauen. Die französischeKavallerie machte Miene, vorzugehen, wobei das 8te Husaren-Regiment Gelegenheit fand, ein feindliches Lancier-Regimentzurückzuwerfen. Bei der Verfolgung geriethen die Husarenaber in das Feuer eines französischen Infanterie-Bataillonsund mußten sich wieder zurückziehen. Ebenso wurde ein fran-zösisches Chasseur-Regiment von einem preußischen Bataillonabgewiesen.

Durch das Vorrücken der löten und 14ten Brigade ge-gen Planchenoit war in der preußischen Schlachtlinie ein leererRaum zwischen diesen und der löten und löten Brigade ent-standen, welche letzteren mit großer Tapferkeit ihre Stellung aufdem offnen Felde rechts behaupteten. Dieser Zwifchenraum wurdejetzt von der Hauptmasse der Bülowfchen Reserve-Kavallerie,unter dem Prinzen Wilhelm, ausgefüllt. Dieselbe zwang durchihre gute Haltung und vollkommene Festigkeit den Feind, inder Defensive zu bleiben, rückte zur Unterstützung der preußi-schen Infanterie selbst bis ins feindliche Kleingewehrfeuer vorund nahm an diesem Orte den Platz des Fußvolks ein. DerVerlust der preußischen Reiterei war bei dieser Gelegenheit