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Zweiter Band.
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bedeutend. Die Brigadiers Oberst Graf von Schwerin undOberst-Lieutenant von Watzdorf wurden getödtet. Der Letz-tere, obgleich vorher schon verwundet, wollte den Kampfplatznicht verlassen; er wurde bald darauf durch eine Kugel nieder-gestreckt, und so die preußische Armee eines höchst ausgezeich-neten Offiziers beraubt.

Als Napoleon die Vorbereitungen Bülows zur Erneuerungdes Angriffs auf Planchenokt bemerkte, hielt er es für nöthig,eine weitere Verstärkung in das Dorf zu senden. Diese be-stand aus dem Isten Bataillon des 2ten Chasseur-Regimentsder Garde, unter dem General Pelet, welchem er die großeWichtigkeit des Besitzes von Planchenoit vorstellte. Außerdemwurde das Iste Bataillon des isten Chaffeur-Regiments, welchessich bei der Bagage des Kaisers zu Caillou befand, beordert,in den Wald von Chantelet zu eilen, um die rechte Flanke desDorfes zu decken und es vor einer Umgehung zu sichern.

Die Lage Napoleons war im höchsten Grade kritisch ge-worden. Der preußische Angriff schien zwar für den Augen-blick gehemmt und die Besetzung von Planchenoit in hinreichen-der Starke gewahrte hier wenigstens die Aussicht einesverlängerten Kampfes, wenn der Angriff erneuert werdensollte. Es mußte aber dem Kaiser einleuchten, daß Blüchernur die Ankunft eines größeren Theiles seiner Armee odereinen günstigen Augenblick erwartete, um seinen Hauptstoß miteinem gleichzeitigen Angriffe Wellingtons zu kombiniren. Ge-lang es dem preußischen General, den im Haken aufgestell-ten französischen rechten Flügel zu schlagen, so wurde die Rück-zugslinie Napoleons, nämlich die Chaussee nach Charleroi,vollständig unterbrochen und sein vorderstes Treffen, in Flankeund Rücken angegriffen, eine leichte Beute für die englisch-alliirte Armee. Noch konnte er einen geschickten Rückzug aufNivelles bewerkstelligen, mit einer Armee aber, welche durch