werden könnten und daß sie ihren Platz bis auf den letzte»Mann behaupten müßten. Wenn er die Reihen hinunter ritt,dann thaten ihm seine Soldaten oftmals in einem Gemurmelkund, daß sie wünschten, gegen den Feind geführt zu werden.Dies entlockte seinem Munde die ermuthigenden Worte: „Wartetnoch ein wenig, meine Kinder, und eure Wünsche sollen be-friedigt werden!"
In allen drei Waffen waren die Verluste Schrecken erre-gend gewesen. Bataillone zu einer Hand voll Leute herabge-sunken, wurden von Kapitains oder Subaltern-Offizieren be-fehligt. Viele Geschütze auf der ganzen Ausdehnung seinerSchlachtlinie waren demontirt. Die britischen und deutschenKavallerie-Brigaden, mit Ausnahme der von Vivian und Van-d'eleur auf dem linken Flügel, waren bis auf weniger als diegewöhnliche Starke eines Regiments reducirt — die vereinig-ten Brigaden Somerset und Ponsonby bildeten keine zweiSchwadronen mehr. Es ist wahr, viele hatten die Reihenverlassen, um den Verwundeten beizustehen, aber wenn unterihnen sich die Schwachen und Feigen befanden, so bewahrtendie zurückgebliebenen Muthigen edelmüthig die Tapferkeit undHingebung, welche, unter der Leitung einer Meisterhand, be-stimmt waren, mit endlichem Triumphe gekrönt zu werden.Die Leute waren mit den schnell sich folgenden Scenen desgewaltsamen Todes unter jeder Gestalt, von dem plötzlichenAushauchen des Lebens bis zu dem langsamen und qualvollenDahinschmachten, von dem stillen und ruhigen Schlaf, welcherkein Erwachen kennt, bis zu den gespenstigen Konvulsionendes Lodeskampfes, endlich vertraut geworden, und wenn daskurze und oft wiederholte Kommando: „Schließt auf!" beimFalle ihrer Kameraden ertönte, dann gehorchte man ihm, alswäre es ein gewohnter Paradebefehl in einem Uebungslager.Solches war die Beschaffenheit der Truppen, gegen die Na-