Band 
Zweiter Band.
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poleon mit allen Kräften, welche er aufbieten konnte, einenSturm beabsichtigte, hoffend — es war seine letzte, seine ein-zige Hoffnung — seine Adler auf jenen Höhen triumphirendzu entfalten, auf denen die britischen Fahnen noch immer mitstolzer Herausforderung wehrten.

Es waren zehn Bataillone der kaiserlichen Garde, welchevorwärts von La Belle Alliance konzentrirt worden waren undbei dem allgemeinen Angriffe auf die englische Stellung denHauptstoß ausführen sollten. Die beiden Bataillone des IstenGrenadier-Regiments waren zu ihrer Reserve bestimmt. Jeneersten zehn Bataillone bildeten zwei Angriffs-Kolonnen. Dieerste enthielt vier Bataillone der mittleren Garde, nämlich dasIste und 2te Bataillon des 3ten Grenadier- und das isteund 2te Bataillon des 3ten Chasseur-Regiments. Sie war inDataillons-Masscn formirt und bestimmt, gegen die Mitte desenglischen rechten Flügels vorzudringen. Die zweite Angriffs-Ko-lonue bestand aus den vier übrigen Bataillonen der mittlerenGarde, nämlich dem Isten und 2ten Bataillon des 4ten Gre-nadier- und dem Isten und 2ten des 4ten Chasseur-Regiments,endlich aus zwei Bataillonen der alten Garde, nämlich demIsten und 2ten Bataillon des Isten Chasseur-Regiments. Diesesechs Bataillone zogen sich in ein Ravin am südöstlichenWinkel der Umgränzungen von Hougomont hinab und bildetendort eine Infanterie-Masse, welche die erste Kolonne unter-stützen und selbst etwas weiter links vordringen sollte*).

Neben und hinter diesen Kolonnen standen die Reste jenerglänzenden Kavallerie, von welcher die Wellingtonsche Front

') Um diese Zeit kam ein französischer Kürassier-Offizier, als Deserteur,an die englische Front heran gejagt. Er wandte sich an den Oberst-Lieutenant Sir Augustus Fräser (Kommandeur der britischen reiten-den Artillerie) und benachrichtigte ihn, daß Napoleon in einer halbenStunde mit der Garde die englische Stellung angreifen würde.Oberst-Lieutenant Fräser meldete dies sogleich dem Herzoge-