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Zweiter Band.
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der Schichtlinie das Vertrauen wieder zu erwecken. DieBrigade hatte vorher in Folge eines Mißverständnisses linksder Chaussee in der Mitte zwischen dem ersten Treffen unddem Pachthofe Mont St. Jean Halt gemacht, war aber raschvou Lord Uxbridge weitergeführt worden*).

Der Prinz von Oranien, Alten, Halkett und fast allehöheren Offiziere der 3ten Division waren verwundet worden.

') Den Soldaten der Brigaden Vivian und Vandeleur, welche ganzfrisch vom äußersten linken Flügel ankamen, konnte der Anblick derZerstörung und Verwüstung, welche sie hinter dem Centrum derStellung antrafen — der verzweifelte Kampf, welcher auf dem Haupt-Höhenrücken durch eine einzige offenbar erschöpfte Infanterie-Linie ge-führt zu sein schien — der beinahe gänzliche Mangel an britischerKavallerie, um diese Linie zu unterstützen — die Menge Verwundeter,welche einzeln und in Gruppen sich zurückzogen — konnte die ganzeScene keineswegs Siegesgedanken einflößen. Sie theilten sehr baldjenes Gefühl des Zweifels und der Ungewißheit über den Ausgangder Schlacht, welches in dem übrigen Theile der Armee vorwalteteund viele waren der Meinung, daß sie nur vorgezogen worden seienum den beabsichtigten Rückzug zu decken. „Wo ist ihre Brigade?"sagte Sir Hussey Vivian zu Lord Edward Somerset. „Hier", er-wiederte dieser, zeigte zuerst auf eine kleine Bande von Reiter»,welche etwas mehr als eine Schwadron bildeten, und dann auf denBoden umher, der mit rothgekleideten Todten und Sterbenden, mitverstümmelte» Pferden bedeckt war und enthüllte ihm so das Wrakder vereinigten Leibgarde- und Union-Brigaden — einer Reitermasse,welche sich zu Anfang der Schlacht auf mehr als 2000 Dragonerbelaufen hatte. Sir Dcnis Pack, dessen Brigade — gleichfalls nurnoch eine Hand voll Leute — sich rechts an die Chaussee lehnte, rittan Sir John Vandeleur heran und fragte ihn um Rath wegen sei-nes Verhallens bei etwa eintretendem Rückzüge. Aber trotz diesesdüstern Anscheines konnte man dennoch keine Entmuihigung bei demTheile der Armee wahrnehmen, welcher die ganze Last des Kampfeszu tragen hatte und der im festen Vertrauen auf seinen eigenen un-bezähmbaren Muth und die oft erprobte Geschicklichkeit ihres Füh-rers noch immer die Hoffnung hegte, daß seine heroischen Anstren-gungen, auch ohne die Unterstützung, auf die er gerechnet hatte, mitErfolg gekrönt werden würde», wen» er nur noch eine kurze Zeitdieselbe Ausdauer bewiese, durch die er den Feind so lange zurückge-halten hatte. Dieses Gefühl drückte sich in dem Ausrufe des OberstSir Felton Harvey vom Generalstabe des Herzogs sehr bezeichnend