Band 
Zweiter Band.
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Aber Kielmannsegge, welcher jetzt auf diesem Theile des Schlacht-feldes befehligte, erkannte sehr wohl die kritische Lage der 3tenDivision. Er entwickelte große Gefchicklichkeit, Ruhe und Ent-schlossenheit und es gelang ihm wirklich, die Ordnung wiederherzustellen. Aber die hartnäckige und unausgesetzte Füsillade derFranzosen war so heftig, daß das Feuer der geschmolzenen und ge-schwächten alliirten Reihen nicht dagegen aufkommen konnte.Die französischen Tirailleurs drangen unter einem lebhaften undmörderischen Feuer wiederum gegen dieselben an, und nocheinmal stand die alliirte Infanterie auf dem Punkt, dem An-dränge zu weichen. Ein Bataillon Vraunschweiger, welchesseine Munition verbraucht hatte, zog sich in dicht aufgeschlos-sener Kolonne, aber in guter Ordnung, zurück. Die Nassauerwichen in Masse bis vor die Köpfe der Pferde des lOtenHusaren-Regiments zurück, weiches seine Reihen aber nichtöffnete und dadurch ihren ferneren Rückzug verhinderte. Vi-vian und der Kapitain Shakespeare (sein Extra-Adjutant)ließen es sich in diesem Augenblick ganz besonders angelegensein, die Nassauer zum Stehen zu bringen und zu ermuthigen.Da stürmten die Hanoveraner und die deutsche Legion, geführtvon Kielmannsegge, unter Trommelschall, im Sturmschritteheran. Der Feind wich zurück. Die Braunschweiger gingengleichfalls wieder vor, hierauf auch die Nassauer, währenddie Husaren ihnen unmittelbar nachfolgten. Auf diese Weisegelang es Kielmannsegge, die schwachen Reste seiner Divisionauf den Platz zurückzuführen, welchen sie so lange und soehrenvoll auf dem Höhenrücken behauptet hatten.

Die Brigade Vivian wurde bei ihrer geringen Entfernungvon den Truppen, gegen welche ein so nahes und ununter-

aus, als er sein verwundetes Pferd gegen ein Schwadrvnspferd desISien Husaren-Regimeins vertauschte: „Der Herzog hat die Schlachtgewonnen, wenn wir die verdammten T .nur zum Vor-

rücken bewegen konnten!"