Band 
Zweiter Band.
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Der Rest des 4ten Armee-Korps stand unter den Waffen, be-reit, jeden etwa errungenen Vortheil zu verfolgen. Vier Ba-taillone gingen in Kolonne, unter dem Obersten von Lettow,vor, die übrigen fünf folgten zur Unterstützung nach. Da dieVorbereitungen wahrend der Nacht getroffen wurden, so ver-ging darüber einige Zeit, und das Zwielicht war eingetreten,als die Attake begann. Oberst von Lettow drang von dreiSeiten in das ausgedehnte Dorf, forcirte die Barrieren undwarf Alles mit dem Vajonnete vor sich nieder. Der Ort warvon tausend Mann der besten feindlichen Truppen besetzt ge-wesen; zweihundert derselben wurden zu Gefangenen gemacht,der Rest bis zum Kanal von St. Denis verfolgt.

General von Sydow rekognoscirte in Begleitung des Ma-jors von Lützow vom Generalstabe sogleich den Kanal, undentdeckte bald, daß das gegenüber liegende Ufer desselben starkmit Infanterie besetzt war und die verschiedenen Uebergangs-punkte durch Batterien vertheidigt wurden. Dessen ungeach-tet versuchte er vorzudringen; seine Truppen wurden jedochmit einem kräftigen Artillerie- und Musketen-Feuer empfan-gen, und es zeigte sich bald, daß die befestigte Stellung desFeindes nur durch ein großes Opfer von Zeit und Menschenzu nehmen wäre. Sydow begnügte sich daher mit der Be-setzung des eroberten Dorfes.

Links von Aubervilliers machten das 3te Bataillon desIsten pommerfchen Landwehr-Regiments und die lOten Hu-saren, welche die Kommunikation mit dem Isten Korps unter-hielten, einen gleichzeitigen Angriff auf den Kanal. Es ent-spann sich ein heftiges Tirailleur-Gefecht, welches erst dannendete, als diese Truppen in ihre frühere Stellung zurück ge-nommen wurden.

Die Nekognoscirung machte es klar, daß die Linie desKanals von St. Denis nicht ohne einen ernstlichen Sturm